Do, 23. November 2017

Kritik am ORF

23.12.2016 07:48

Hirscher: „Wahnsinn, dass es nicht live war!“

Erstmals in seiner Karriere wird Marcel Hirscher (im Video oben sehen Sie den Drohnen-Schock aus dem Vorjahr) am Samstag als Führender des Gesamt-Weltcups beim Christbaum stehen. Und nach Platz zwei im Slalom in Madonna di Campiglio mit einem neuen Weihnachts-Rekord an Weltcup-Punkten (633). Auch wenn Henrik Kristoffersen erneut zu stark war.

Viel Kritik hatte der ORF im Vorfeld des Rennens dafür einstecken müssen, dass er den zweiten Lauf am Donnerstag nur als Aufzeichnung zeigte - im Anschluss an den Landkrimi "Endabrechnung". Das störte auch Hirscher massiv: "Das ist eines der besten Rennen, das wir haben. Da verstehe ich als Sport-Fan nicht, dass es nicht live war. Ein Wahnsinn! Tun wir Ski fahren im Winter, oder sollen wir nur noch Landkrimi schauen? Wir haben hier mehr Action geboten als es im Krimi zu sehen gab."

Marcel winkte beim Abschwingen nach dem ersten Lauf in die Kamera. Ein Zeichen von Zufriedenheit. Und das wäre nur 24 Stunden vorher kaum denkbar gewesen.

Die Trainingstage in Alta Badia waren nicht so gelaufen, wie sich das der fünffache Gesamt-Weltcupsieger vorgestellt hatte. Abstimmungs-Probleme, Rückstände. Und das drückt bei einem, der die Perfektion liebt, eben aufs Gemüt. Einmal mehr in der sagenhaften Karriere von Hirscher musste sein Team Sonderschichten fahren. Das neue Setup wurde über den Haufen geworfen, über Nacht das Kommando "retour" ausgegeben.

"Nichts fiel vom Himmel: Ich bin wirklich happy!"
Und das brachte ihn wieder vorwärts! Marcel griff zu jenem Material, das ihm vor über einem Monat den bislang einzigen Slalom-Sieg dieser Saison eingebracht hatte. Mit dem "finnischen Setup" von Levi fuhr der 27-Jährige zwei Läufe, die beeindruckten. Nur Henrik Kristoffersen war erneut besser. Was die Laune von Marcel nicht trübte: "Ich bin wirklich happy. Das war im Vorjahr nach Platz zwei nicht so. Da war mir wegen der Drohne nicht wohl. Heuer fiel nichts vom Himmel und ich habe viele Punkte gemacht."

Santa Caterina "wackelt"
633 sind es nun. So viele hatte Hirscher zu Weihnachten noch nie. "Ich bin wirklich auf einem guten Weg", gab er in Madonna zu. Das schönste Weihnachts-Geschenk war wohl das wiedergefundene Setup. "Es hat sich super angefühlt", nickte Hirscher.

Der Salzburger lässt nun offen, ob er ab 27. Dezember in Santa Caterina mit dabei sein wird: "Ich fühle mich ziemlich müde, werde kurzfristig entscheiden, ob ich in an den Start gehe." Geplant hatte Hirscher in Santa Caterina sein Antreten im Super-G und in der Kombi.

Georg Fraisl/Madonna, Kronen Zeitung

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