Mo, 11. Dezember 2017

Fahndung in Wien

13.12.2016 13:00

Fünf Illegale aus Polizeianhaltezentrum geflohen

Insgesamt fünf Insassen des Polizeianhaltezentrums am Hernalser Gürtel in Wien, laut "Krone"-Informationen allesamt Schubhäftlinge, ist in den letzten beiden Tagen - zumindest kurzfristig - die Flucht gelungen. Vier von ihnen gelang es, am Sonntag aus der Einrichtung zu türmen. Am Montag floh dann auch noch ein 27-jähriger Tunesier. Drei Verdächtige konnten mittlerweile wieder festgenommen werden. Die Ermittlungen sind in vollem Gange.

Die Flucht aus dem Anhaltezentrum am Sonntag dürfte von langer Hand geplant gewesen sein. Mit einem sogenannten Scherenwagenheber war zuvor von bis dato unbekannten Fluchthelfern von außen das ebenerdig gelegene Fenster eingeschlagen und so das Gerät in die Zelle an die Insassen übergeben worden, so Pressesprecher Roman Hahslinger.

Dies blieb allerdings nicht lange unbemerkt. Als sich die vier Männer nacheinander durch das Fenster zwängten, wurde der letzte von ihnen - ein Nigerianer - gerade noch von herbeieilenden Beamten an der Flucht gehindert. Die drei übrigen Insassen - drei Algerier - konnten fliehen. Einer davon konnte seine Zeit in Freiheit allerdings nicht lange genießen, nur wenige Stunden später klickten gegen 17 Uhr im Bezirk Donaustadt die Handschellen. Am Dienstagnachmittag konnte die Polizei zudem einen weiteren geflohenen Algerier schnappen, diesmal in der Wiener City. Beamte der Inspektion Laurenzerberg konnten den Mann anhalten.

Am Montag kam es dann erneut zu einem "Ausbruch" aus dem Polizeianhaltezentrum. Und auch hier ließ sich der Verdächtige etwas Besonderes einfallen. So schloss sich der 27 Jahre alte Tunesier laut Polizei offenbar unbemerkt "einer Gruppe von Beratern einer NGO" an und folgte dieser einfach nach draußen. Wie ihm dies gelingen konnte, wird derzeit akribisch untersucht.

Die Fahndung nach dem Tunesier sowie den übrigen beiden flüchtigen Algeriern läuft auf Hochtouren.

 krone.at
Redaktion
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