Di, 24. April 2018

04.10.2006 17:33

Herbst

Das freie Wort

Der Herbst kummt scho in unser Land.

Er gibt dem Sommer freindlich d'Hand

und sogt: Pfiat Gott, du bist jetzt goa,

rost di aus, bis nächstes Joa.


Dann schaut er si a wengal um,

des viele Grün do umadum,

des passt dem Herbst ned goa so recht,

weil er's lieber bunter möcht.


Er holt sein Farbtopf glei heraus

und suacht si d'schensten Farben aus.

Gelb, Braun, Rot, des mecht eam g'foin

und drüber losst er d'Herbstsonn stroin.


Des Ganze leider ned lang hoit,

weil's Laub boid von de Bama foid.

Der Nebel deckt am Morgen ollas zua,

denn da Herbst will Rua no in da Frua.


Am Nochmittog kannst spazieren geh,

a herbstlicher Woid is wundersche.

Kastanien von die Bama foin,

braun glänzend tans auf d'Erdn knoin.


Des Laub raschelt bei jedem Schriat.

Bei so an Spaziergang wirst ned miad.

Genieß ma no die schönen Tog,

da Winter kommt boid, ohne Frog.

Dann sogt er dem Herbst: Pfiat di, kannst geh,

schlof di aus und tram recht sche.




Veronika Bayer, Stockerau
erschienen am Do, 5.10.

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