Di, 21. November 2017

Peinliche Posse

08.11.2016 19:17

„Stadionverbot“ für Koller? Machtwort vom Stadtrat

Die Posse um die Trainings-Schauplätze der österreichischen Nationalmannschaft hat am Dienstagabend ein Ende gefunden. Wie der ÖFB bekannt gab, absolvieren David Alaba und Co. ab Donnerstag und nicht wie zuletzt kommuniziert erst ab Freitag ihre Einheiten im Happel-Stadion. Dies, weil Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny ein Machtwort sprach und das "Stadionverbot" für Marcel Koller und seine Kicker aufhob.

Man glaubt es ja kaum, aber lassen Sie sich folgenden Satz auf der Zunge zergehen: Es gibt in Wien keinen Trainingsplatz für die Nationalmannschaft, also muss diese nach Niederösterreich in die Südstadt ausweichen! Ein verspäteter Aprilscherz? Mitnichten. Sondern traurige Realität. Mit folgendem Hintergrund: Auf das Hauptfeld des Happel-Stadions dürfen Österreichs Kicker nur am Freitag zum Abschlusstraining, da der Rasen für weitere Trainings zu ramponiert ist.

Diese Auskunft bekamen jedenfalls die Verantwortlichen des ÖFB beim üblichen Meeting, das vor jedem Lehrgang der Nationalmannschaft mit den Verantwortlichen der Sportstadt Wien stattfindet, als Alternative wurde Trainingsplatz drei des Happel-Stadions angeboten.

Koller: "Bedingungen waren nicht professionell!"
Dort wurde am Montagabend trainiert - oder versucht zu trainieren. Teamchef Marcel Koller: "Die Bedingungen, die wir dort vorgefunden haben, waren nicht professionell! Schlechtes Flutlicht, es war viel zu dunkel, der Platz durch den Regen k. o.! Eigentlich sollte es schon so sein, dass das Team beste Bedingungen vorfindet."

Keine Chance auch bei Rapid und Austria
ÖFB-Direktor Bernhard Neuhold klemmte sich daraufhin ans Telefon, versuchte, in Wien einen guten Trainingsplatz für das Team zu finden - chancenlos. Der Rasen in Rapids Allianz-Stadion ist nach den letzten Spielen ramponiert, in Austrias Akademie sind die Plätze "ausgebucht" - viel mehr Alternativen gab es nicht mehr. Fündig wurde man bei der Admira und dem Hauptfeld der BSFZ-Arena.

Stadtrat wusste von nichts
Parallel dazu wurde das "Stadionverbot" aber schon wieder aufgehoben, Wiens Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der von den Vorgängen nichts gewusst hatte, sprach ein Machtwort: Das Team darf jederzeit auf dem Hauptfeld des Stadions trainieren. Kompromiss: Am Mittwoch pendelt man noch einmal in die Südstadt, am Donnerstag und am Freitag geht es ins Stadion.

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