Mo, 20. November 2017

Heilsames Reiten

17.08.2016 08:40

Pferdestärken fürs Leben bei Conny Wernitznig

Conny Wernitznig (50) hatte früher Angst vor Pferden. Bis "Gianni" in ihr Leben trat: "Es hat gleich gefunkt zwischen uns", sagt die Freistädterin über ihren siebenjährigen Wallach. Das Pferd ist heute ihr bester Tierfreund und Co-Trainer in der Arbeit rund um Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Stall nahe Freistadt, dem eine großzügige Halle angebaut ist, wird zum "Therapie-Platz". Hier setzt Wernitznig, die hauptberuflich als Geschäftsführerin beim "Mühlviertler Kernland" tätig ist, Kinder mit Downsyndrom oder auch Autisten in den Sattel.

Selbstbewusstsein für den Alltag
"Menschen, die ansonsten gehandicapt sind, erleben plötzlich: Ich bin der Chef! Ich kann Verantwortung übernehmen", erklärt sie die Wirksamkeit dieser Begegnung mit dem Pferd. Schon beim Striegeln kommen sich Mensch und Tier näher. Das erzeugt ein neues Selbstbewusstsein, das im Alltag weiterhilft. Die Kinder nehmen Pferdestärken fürs Leben mit.

Heilsame Erlebnisse mit Pferden
Das Erlebnis, so angenommen zu werden, wie man eben ist, gilt als heilsam: "Nicht nur für Beeinträchtigte, sondern für jeden", resümiert Wernitznig. Darum bietet sie Training mit Pferden speziell für gestresste Manager, Führungskräfte oder als Vorbeugung von Burn-out an. Dabei geht's gar nicht ums Reiten, sondern um die Kommunikation mit einem geschulten Pferd wie "Gianni".

"Der Weg zu sich selbst"
"Das Prinzip dahinter: In einer Herde nehmen Stuten und Hengste gewisse Leitpositionen mit Aufgaben ein - das lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen." Als Mensch ein Pferd zu führen - oder daran zu scheitern - zeigt rasch angelernte Schwächen auf und lässt zugleich neue innere Stärken entdecken: "Jeder, der sich mit einem Pferd auf den Weg macht, macht sich auch auf den Weg zu sich selbst."

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