Di, 21. November 2017

Vor Halbfinal-Hit:

05.07.2016 10:38

Ausfälle zwingen Löw zu Griff in Trickkiste

Drei Ausfälle, ein Fragezeichen: Deutschlands Teamchef Jogi Löw sucht für den großen Semifinal-Schlager gegen Frankreich die richtige Elf. Nach dem Turnier-Aus für den verletzten Mario Gomez und der Gelbsperre von Mats Hummels muss Deutschland am Donnerstag auch definitiv auf Sami Khedira verzichten. Dazu ist der angeschlagene Bastian Schweinsteiger mehr als fraglich.

Am Donnerstagabend steigt in Marseille das Halbfinale zwischen Deutschland und dem EM-Gastgeber Frankreich. Ein Duell, das in den Augen vieler schon als das vorweggenommene Endspiel gilt. Rund 48 Stunden vor Anpfiff heißt es für Teamchef Jogi Löw: Er muss eine neue Elf aus dem Hut zaubern! "Verletzungen registrieren wir, aber das nehmen wir an", sagte er und fügte hinzu: "Wir verfügen über ausreichend personelle Möglichkeiten." Ganz Deutschland ist jetzt Bundestrainer und debattiert darüber, wer die Ausfälle ersetzen sollte.

In der Abwehr gilt es, Hummels zu ersetzen, mit Höwedes und Mustafi gibt es allerdings zwei erfahrene Alternativen. Mustafi zeigte schon im Auftaktspiel gegen die Ukraine, was er kann und brachte Deutschland früh in Führung.

Die größte "Baustelle" ist das defensive Mittelfeld
Die Sorgen hören in der Verteidigung nicht auf, denn im Mittelfeld tritt schon gleich das nächste Problem auf. "Bastian [Schweinsteiger] spielt nur, wenn er zu hundert Prozent fit ist", meint der Bundestrainer. Seit Wochenbeginn ist ihm außerdem schon klar: Sami Khedira kann das Halbfinale aufgrund einer Adduktorenverletzung nicht bestreiten. Somit wird Löw neben Toni Kroos im Mittelfeld wohl auf einen Turnierneuling zurückgreifen müssen. Als Alternativen kommen der robuste Emre Can und der ballsichere Julian Weigl in Frage. Weitere Option: Mesut Özil gemeinsam mit Kroos auf der Doppel-Sechs. Das hat schon im März beim Test gegen Italien gut funktioniert - Deutschland gewann 4:1.

Durch den Ausfall von Mario Gomez hapert es jetzt auch im Sturm. Hier könnte wie schon zu Beginn des Turniers Mario Götze eine Chance erhalten. Sollte sich Löw für Routine entscheiden, könnte der 31-jährige Lukas Podolski zu seinem EURO-Startelfdebüt kommen. Egal, wer spielt, Angst hat Löw keine: "Wir sind immer noch voller Freude, voller Energie, ich persönlich liebe solche K.-o.-Spiele gegen so starke Mannschaften."

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