Fr, 15. Dezember 2017

Neue Befunde

31.03.2016 10:55

HCB-Tests: Blut bleibt belastet

Hoffnung und Sorge nach neuen Bluttests im HCB-Umweltskandal. Wie aktuelle Vergleichsbefunde zeigen, sind die HCB-Werte im Blut der meisten getesteten Görtschitztaler gesunken oder gleich geblieben. In vier Fällen wurde allerdings mehr HCB im Blutplasma entdeckt, als im Vorjahr - trotz strikter Ernährungsregeln.

Die Doktoren der Medizinischen Universität Wien haben nach Tests im Vorjahr neue Proben genommen und jetzt die Nachbefunde erstellt. Die positive Nachricht zuerst: Bei 19 von 23 Blutproben hat die HCB-Belastung abgenommen oder ist gleich geblieben. "Das Bild zeigt ein sehr gutes Ergebnis - Maßnahmen bei der Ernährung haben gegriffen ", sagt Umweltmediziner Hans-Peter Hutter.

Leider nicht in allen Fällen: Bei vier Getesteten haben die HCB-Werte zugenommen. Und das, obwohl die Emissionen aus dem Zementwerk gestoppt und auf Produkte mit HCB-Belastung verzichtet worden ist. So lag die errechnete HCB-Aufnahme etwa in einem Fall mit 0,007 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht weit unter den Richtwerten der WHO (0,16 µg) und der AGES (0,01µg). Der Grund dafür liege am Stoffwechsel, wie die Mediziner angeben.

Bei Betroffenen herrscht natürlich Verunsicherung. "Jetzt müssen wir schon auf die eigenen Produkte aus dem Tal verzichten - und trotzdem steigen die Werte", so die Kritik eines Landwirtes. Für Ärger sorgt daher auch die Anweisung der Mediziner "größere Anstrengungen zu unternehmen, um die HCB-Menge im Körper zu reduzieren", wie es in Befunden heißt.

Neue Tests sind geplant.

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