Di, 21. November 2017

Staatsmeisterschaft

09.08.2015 15:48

Schrott mit gutem WM-Test, Franzmair besiegt Vojta

Beate Schrott hat am Sonntag bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Kapfenberg einen guten WM-Test absolviert. Die Niederösterreicherin sprintete über 100 m Hürden im Vorlauf bei leichtem Gegenwind von 0,3 m/s zur Zeit von 13,06 Sekunden, im Finale war bei 2,6 m/s aber nicht mehr als 13,27 drinnen. Freilich reichte dies zum Titelgewinn vor Eva Wimberger (13,77) und Yvonne Zapfel (14,03).

"Angesichts des starken Gegenwindes bin ich mit der Zeit durchaus zufrieden. Aber ganz so optimal war der Finallauf nicht mehr. Die Staatsmeisterschaften haben gezeigt, dass ich 13,0 laufen kann. Das muss ich zur WM mitnehmen", sagte Schrott, die am Dienstag ins Vorbereitungscamp nach Tokio reisen wird. Zum Vorlauf meinte sie. "Die 13,06 Sekunden waren okay, beim Start und über die ersten Hürden war freilich noch Luft nach oben. Gegen Ende habe ich gegenüber Alina wieder aufgeholt." Außer Konkurrenz lief die Weißrussin Alina Talaj (mit 12,86 im Vorlauf). "Es ist ein Glück, dass Alina hier gelaufen ist. Dieser direkte Vergleich ist vor der WM sehr gut."

Niederlage für Vojta
Über 1.500 m kassierte Seriensieger Andreas Vojta eine Niederlage. Nikolaus Franzmair setzte sich in 3:50,22 Minuten knapp vor Vojta (3:50,77) durch und rehabilitierte sich für die 800-m-Niederlage am Samstag gegen Günther Matzinger: "So eine Niederlage wie gestern tut schon weh. Umso wichtiger war der heutige Titel über die 1.500 m für mein Selbstvertrauen. Aber ich habe gestern schon gewusst, dass ich mehr drauf habe und das wollte ich heute unter Beweis stellen." Vojtas Freiluft-Jahr verläuft bisher alles andere als wunschgemäß. "Natürlich wäre der siebente Titel in Folge toll gewesen, aber heuer habe ich meine erste wirklich schlechte Saison", gestand Vojta.

Titel über 1.500 m an Wenth
Im Frauenrennen über 1.500 m testete Jennifer Wenth für ihren WM-Start über 5.000 m ihre Schnelligkeit, sie gewann in 4:25,39 Minuten vor Julia Millonig (4:32,17/persönliche Bestzeit). "Ich bin ein Tempo angelaufen, das auch den anderen Läuferinnen hilft. Die Hitze macht mir zu schaffen, es war anstrengender als gedacht. Aber es war ein sehr gutes Training für die WM", sagte Wenth.

WM-Diskus-Teilnehmer Lukas Weißhaidinger sicherte sich nach dem Titelgewinn im Diskusbewerb auch die Goldmedaille im Kugelstoßen. "Ich habe das Kugelstoßen als Training für meine Beine gesehen, wo ich im Hinblick auf Peking noch stärker werden will. Die nächsten zwei Wochen will ich mir jetzt noch den Feinschliff auf die WM holen, am 19. August werde ich nach China anreisen", sagte Weißhaidinger. Er gewann mit 18,03 m.

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