Di, 21. November 2017

Will Schmerzensgeld

26.06.2015 16:55

Bub (7) von Hecht gebissen: Mutter klagt Gemeinde

Baden auf eigene Gefahr! Groß prangt dieses Schild vor der "Seensucht" im niederösterreichischen Hofstetten-Grünau. Deshalb sieht Bürgermeister Arthur Rasch auch keine juristische Schuld an dem Unglück, bei dem ein Siebenjähriger von einem Hecht gebissen worden war. Dessen Mutter klagt jetzt auf Schmerzensgeld.

Bereits zwei Mal musste der kleine Kilian nach der Hechtattacke operiert werden. Ein dritter Eingriff steht dem Buben, der eine acht Zentimeter große Bisswunde erlitten hatte, offenbar noch bevor. Ein Raubfisch hatte sich im Badeteich im Bein des Kindes verbissen. Sofort war der Ortschef mit einigen Fischern ins Wasser gesprungen und hatte den Hecht eigenhändig aus dem trüben Nass gezogen.

Jetzt setzte der Hofstettener Bürgermeister eine weitere Geste der Versöhnung: Er besuchte Kilian im Krankenhaus St. Pölten und überreichte dem Buben eine Jahreskarte für alle Freizeiteinrichtungen. Die gute Nachricht laut Rasch: "Dem Kleinen geht es besser. Der Vorfall tut uns sehr, sehr leid."

Freilich: Auch diese Entschuldigung genügt der Mutter, Susanne B., nicht. Sie fordert über ihren Anwalt Michael Hofbauer Schmerzensgeld für ihr verletztes Kind. Der Jurist bittet um die Versicherungsnummer der Gemeinde, damit ein medizinisches Gutachten erstellt werden kann: "Das ist nämlich das zweite Mal, dass ein Kind hier gebissen wurde."

Rasch verweist wiederum auf die Warntafel und die ökologische Notwendigkeit eines Hechtbestands zur Sauberhaltung des Wassers.

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