Mo, 19. Februar 2018

Es geht um 10 Mio. €

07.06.2015 11:04

FIFA-Ex-Vize Warner in Geldwäsche verstrickt?

Die FIFA kommt einfach nicht zur Ruhe – und wieder einmal spielt der frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner dabei eine gewichtige Rolle. Denn der Ex-Funktionär soll sich nach Informationen des britischen Fernsehsenders BBC an finanziellen Mitteln des Weltfußballverbandes persönlich bereichert haben. Wie die BBC am Sonntag berichtete, geht das aus Dokumenten hervor, die dem Sender vorliegen. Warner ist der frühere Chef des Fußballverbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF).

Die US-Justiz hat seine Auslieferung aus Trinidad und Tobago beantragt. Die amerikanischen Ermittler beschuldigen ihn der Korruption, Verschwörung sowie des organisierten Verbrechens. Diese Vorwürfe erhärten nach BBC-Informationen Dokumente rund um Überweisungen in der Höhe von 10 Millionen Dollar (8,91 Millionen Euro). Südafrika, Ausrichter der WM 2010, habe das Geld stellvertretend überwiesen.

Das Geld sei eigentlich für Fußball-Entwicklungsprogramme in der Karibik bestimmt gewesen. "Aber Dokumente legen nahe, dass Warner die Zahlung für Barabhebungen, persönliche Darlehen sowie zur Geldwäsche genutzt hat", schrieb die BBC. Die BBC nennt drei FIFA-Überweisungen vom 4. Jänner, 1. Februar und 10. März 2008, die auf CONCACAF-Konten eingingen, die Warner kontrollierte.

Der 72-Jährige beteuert seine Unschuld und ist derzeit in seiner Heimat nur auf Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar frei.

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