So, 19. November 2017

Sensationsaufstieg

29.04.2015 15:59

Stadthallen-Turnier rückt in ATP-500-Kategorie auf

Das traditionelle Wiener Stadthallen-Tennis-Turnier wird noch in diesem Jahr in die zweithöchste ATP-Kategorie aufgenommen und so zu einem ATP-500-Event aufgewertet. Diesen Coup gab der Turnierdirektor des Erste Bank Open, Herwig Straka, am Mittwoch bekannt. Die Dotation der Veranstaltung steigt damit sprunghaft auf 2,32 Millionen Euro und sie wird damit zum bestdotierten Sportevent Österreichs aller Zeiten.

Für den Sieger gibt es statt wie bisher 250 schließlich 500 Punkte zu gewinnen. Der Termin bleibt in diesem Jahr noch gleich, inklusive Qualifikation gehen die Spiele heuer noch vom 17. bis 25. Oktober in Szene. Ab 2016 findet das Turnier eine Woche später statt. Möglich wurde der Aufstieg durch einen Wechsel der Lizenzen mit dem bisherigen 500er-Turnier-Gastgeber Valencia, der nun zum ATP-250-Veranstalter "degradiert" wurde. Das Erste Bank Open wird damit (ausgenommen von den vier nicht zur ATP-Tour gehörenden Grand-Slam-Turnieren) hinter den vier ATP-Masters-1000-Events zum fünfthöchst dotierten ATP-Turnier in Europa.

"Aber so etwas ist nicht so einfach"
"In unterschiedlichen Intensitäten waren wir ja schon länger dran, irgendwie hat es sich nach dem Turnier (2014, Anm.) verdichtet. Aber so etwas ist nicht so einfach, weil da hängen viele Parteien dran und die muss man alle unter ein Dach bringen. Das ist jetzt gelungen", freute sich Turnierboss Straka. Die Einigung kam unter großem Zeitdruck erst bei einem Meeting in der Vorwoche in Barcelona zustande, am Mittwoch erhielt Straka den erlösenden Anruf.

"In Barcelona war das allerletzte Meeting, wo so etwas noch rein rechtlich von der ATP abgesegnet werden konnte. Weil sechs Monate vor dem Turnier muss der Kalender stehen." Dadurch kann das Turnier schon in diesem Jahr, noch mit dem alten Termin, als ATP-500er über die Bühne gehen. Das Gesamtbudget wird von 3,2 Millionen auf nicht weniger als 6 Millionen Euro steigen. Diesen mutigen Schritt erklärt Straka mit dem Potenzial der Weltstadt Wien.

"Leute kommen auch, wenn keine Österreicher spielen"
"Ich habe gesehen, was los ist, wenn gute Spieler in der Stadthalle spielen. Insofern war das Finale voriges Jahr sehr wichtig für mich, um Erfahrungen zu gewinnen, dass die Leute auch dann kommen, wenn keine Österreicher mehr spielen", bezog sich Straka auf das Vorjahres-Endspiel zwischen Sieger Andy Murray und David Ferrer. In der Vergangenheit habe man oft das Gefühl gehabt, das wichtigste seien die Österreicher, und dann komme lange nichts. Dies sei widerlegt worden.

Auch der Ruf Wiens, nicht nur auf der Tour, sondern auch als Stadt mit hoher Lebensqualität, spreche dafür. "Ich glaube, dass Wien ein 500er verdient. Von der Stadt her, von der Stadthalle her. Es ist kein Schritt in die Sicherheit, sondern ein Schritt in Richtung mehr Risiko, aber ich glaube die Potenziale überwiegen mit großer Mehrheit", glaubt der langjährige Veranstalter, der seinerzeit klein mit einem Challenger und dem Austragen der ATP-Seniors-Tour begonnen hatte.

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