Mi, 22. November 2017

Nach Alkounfall

14.11.2014 14:32

Kärntner Polizist bald mit Fußfessel im Dienst

Mit Fußfessel wird ein Kärntner Polizist ab Dezember seinen Dienst versehen. Nachdem der 52-Jährige als Alkolenker einen Unfall gebaut hatte - ein 25-Jähriger wurde dabei verletzt -, war er im Vorjahr zu vier Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Seinen Job verlor der Unfalllenker damals nicht, dafür kommt er ab nächsten Monat in "elektronischen Arrest".

Der Beamte hatte bei dem Unfall auf der Heimfahrt vom Dienst eine Flasche Rum getrunken und insgesamt 1,9 Promille intus. Der 52-Jährige verursachte wenig später einen Autounfall, bei dem ein 25 Jahre alter Mann Verletzungen davontrug. Im Vorjahr stand der Polizist deswegen vor Gericht und erhielt eine unbedingte Haftstrafe von vier Monaten.

Seinen Job als Polizist behielt der Mann allerdings. Er wurde aber in den inneren Dienst versetzt und trägt nun weder Waffe noch Uniform. "Er darf keine exekutivdienstlichen Tätigkeiten ausüben und keinen Kontakt zu Gefangenen oder zu Bürgern haben", sagte Polizeisprecher Michael Masaniger.

Nicht der erste Fall in Österreich
Es mutet zwar seltsam an, dass ein Polizist, mit einer Fußfessel ausgestattet, weiter Dienst versehen darf, dennoch ist das Vorgehen rechtens. Denn laut österreichischem Recht ist es allen Staatsbürgern möglich, einen Antrag auf das Absitzen einer Strafe im sogenannten elektronischen Arrest zu stellen.

Zudem ist es nicht der erste Fall in Österreich: Im Vorjahr hatte ein Beamter aus dem Burgenland einen Antrag auf die elektronische Fußfessel gestellt und diese auch bewilligt bekommen. Der Polizist hatte ebenfalls unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht und war mit seinem Wagen gegen einen Motorradfahrer geprallt.

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