Mi, 13. Dezember 2017

ÖVP rudert zurück

06.11.2014 12:45

Keine Polizei-Befugnisse für steirische Jäger

Eine geplante Novelle zum steirischen Jagdgesetz schlug hohe Wellen: Demnach hätten die hiesigen Waidmänner ähnliche Befugnisse wie Polizisten bekommen sollen - etwa die Erlaubnis, Menschen und deren Autos zu durchsuchen und Personen festzunehmen. Jetzt rudert Landesrat Johann Seitinger zurück: Die Kompetenzen der Aufsichtsjäger sollen nun doch nicht erweitert werden.

Hunderte verärgerte Postings und zahlreiche empörte Leserbriefe erreichten die Redaktion der "Krone Tierecke" nach einem Bericht über die geplante Novelle im steirischen Jagdgesetz. Der Plan, Aufsichtsjägern polizeiliche Befugnisse zu erteilen, kam bei der Öffentlichkeit gar nicht gut an. Auch das "Krone"-Interview mit Johann Seitinger, in dem er sich unter anderem gegen eine Null-Promille-Grenze für Waidmänner aussprach, sorgte für Aufruhr.

Doch keine "Polizei des Waldes"
Der breite Druck der Öffentlichkeit verfehlte seine Wirkung nicht: Die Aufsichtsjäger sollen nun doch nicht zur "Polizei des Waldes" werden. Nach umfassenden Gesprächen mit der Bevölkerung sei man zur Auffassung gekommen, die Rechtsbefugnisse nicht zu erweitern, so Seitinger. Die Gesetzesnovelle soll entsprechend abgeändert werden. Dennoch sei jeder Bürger dazu verpflichtet, die Lebensräume des Wildes und die Nutzung des Waldes zu respektieren.

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