Sa, 26. Mai 2018

Krise vorbei?

15.01.2014 11:46

Weltbank erwartet nun globalen Aufschwung

Die globale Konjunktur zeigt laut dem jüngsten Bericht der Weltbank deutliche Zeichen der Erholung: Fünf Jahre nach der Finanzkrise hätten endlich auch die Industriestaaten ihre Schwäche überwunden, zudem werde die Konjunktur weiter vom Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern angetrieben, schrieb die Weltbank in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft.

Demnach wird erwartet, dass das globale Wachstum von 2,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 3,2 Prozent in diesem Jahr zulegt und in den darauffolgenden Jahren weiter auf 3,4 und 3,5 Prozent ansteigt.

In den Entwicklungsländern wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von zuletzt 4,8 Prozent auf 5,3 Prozent im laufenden Jahr gerechnet. Dies sei zwar gut zwei Prozentpunkte weniger als in den Jahren vor der Finanzkrise 2008, doch sei dies kein Grund zur Sorge, schrieb die Weltbank. Vielmehr bedeute es eine positive Abkühlung gegenüber dem nicht nachhaltigen Turbo-Wachstum vor der Krise und liege immer noch deutlich höher als in den 1980er- und den frühen 1990er-Jahren. Getrieben werde die Entwicklung auch weiter vom starken Wachstum in China.

Starkes Wachstum in den USA
Nach Einschätzung der Wirtschaftsexperten in Washington wird die Konjunktur in den Industrieländern zunehmend weniger durch die mit der Krise verbundene politische Unsicherheit und die Sparpolitik belastet. Am deutlichsten sei das Wachstum in den USA, wo dieses Jahr mit einem Plus von 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gerechnet werde. In der Euro-Zone erwartet die Weltbank für dieses Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent, nachdem die Wirtschaftsleistung zwei Jahre in Folge zurückgegangen war. 2015 und 2016 werde es dann 1,4 und 1,5 Prozent erreichen.

"Globale Wirtschaftsindikatoren zeigen eine Verbesserung. Man muss aber nicht besonders scharfsinnig sein, um zu sehen, dass unter der Oberfläche weiter Gefahren lauern", erklärte der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu. Zwar habe die Euro-Zone die Rezession überwunden, doch das Pro-Kopf-Einkommen gehe in einigen Ländern weiter zurück.

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