Di, 22. Mai 2018

Australian Open

15.01.2014 09:24

Dominic Thiem in Runde 2 an Anderson gescheitert

Der Niederösterreicher Dominic Thiem ist am Mittwoch in Runde zwei der Australian Open ausgeschieden. Der 20-jährige Qualifikant unterlag in Melbourne dem Südafrikaner Kevin Anderson, der Nummer 19 des Turniers, in 1:47 Stunden 4:6, 3:6, 4:6. Österreich ist damit in den Einzelbewerben nur noch durch Yvonne Meusburger vertreten. Die Vorarlbergerin trifft am Donnerstag auf die als Nummer 33 gesetzte Serbin Bojana Jovanovski.

Der erste Satz war Thiems stärkster. Hier schlug er fünf seiner zehn Asse und damit um eines mehr als sein als starker Aufschläger bekannter Gegner. Der Lichtenwörther wehrte in seinem ersten Aufschlagspiel auch den ersten Breakball Andersons mit einem Ass ab und kam als Rückschläger vorerst gut zurecht. Bei 4:5 handelte sich der 20-Jährige aber ein 15:40 ein und kassierte das in diesem Durchgang entscheidende Break.

Andersons einzige Breakchance im zweiten Satz brachte diesem eine 3:1-Führung. Als der Afrikaner auf den Satz servierte, hatte Thiem zwei Breakchancen, vergab sie jedoch. Die 2:0-Satzführung war die Folge. In Satz drei gab Österreichs Nummer drei sein Service zum 2:3 ab, danach servierte der Weltranglisten-21. souverän aus.

Wertvolle Erfahrungen für Ausnahmetalent Thiem
"Gratulation an Kevin Anderson, der einfach der bessere Spieler war", zeigte sich Thiem als fairer Verlierer. "Das hat man vor allem in den wichtigen Situationen gesehen, beim Break zum 4:6 im ersten, beim Ausservieren im zweiten Satz." Er bezeichnete Anderson als besten Aufschläger, gegen den er bisher in einem Turniermatch gespielt habe. Auch sei es eine neue Erfahrung gewesen, so wenige Chancen in einem Match zu bekommen. "Und die habe ich nicht nützen können. Ich kann viel aus dem Match lernen, weil man gesehen hat, dass bei der Konstanz, bei der Beinarbeit und beim Return noch viel Arbeit wartet." Die Enttäuschung aufgrund der Niederlage sei zwar gegeben, die Turnierbilanz in Summe aber nicht negativ.

Auf die Top 100 fehlen noch gut 60 Punkte
Im Endeffekt kam sein Aufschlag nicht so zur Geltung, wie er es gebraucht hätte. Nur sechs von zehn Aufschlägen waren im Feld, so konnte er seinen routinierten Gegner nicht in Bedrängnis bringen. Bei den Winnern lag Thiem mit 28 aber nur zwei hinter seinem Gegner, bei den unerzwungenen Fehlern mit 21 sogar um einen besser als der 27-jährige 2,03-Meter-Mann. Anderson kam auf insgesamt 15 Asse und trifft in Runde drei auf den Franzosen Edouard Roger-Vasselin. Nach drei Siegen in der Qualifikation und einem im Hauptbewerb kassiert Thiem umgerechnet knapp 33.000 Euro und 70 ATP-Punkte. Von Platz 136 aus wird er damit sein Karriere-Hoch von 121 um einige Plätze verbessern. Auf die Top 100 fehlen noch gut 60 Punkte.

Herren-Doppel weiter, Damen-Doppel out
Der mit dem Brasilianer Bruno Soares als Nummer zwei gesetzte Alexander Peya setzte sich im Doppel-Bewerb gegen den Spanier Feliciano Lopez und den Brasilianer Andre Sa in 79 Minuten 6:4, 6:4 durch. Die US-Open-Finalisten brachten alle ihre Aufschlagspiele durch, bekommen es aber im Match um den Einzug ins Achtelfinale mit der gefährlichen indisch/US-amerikanischen Paarung Mahesh Bhupathi und Rajeev Ram zu tun.

Oliver Marach kam mit dem Rumänen Florin Mergea gegen Santiago Gonzalez und Scott Lipsky zu einem 6:3-7:6(6)-Erfolg. Der Mexikaner und der US-Amerikaner waren immerhin als Nummer 16 gesetzt gewesen. Philipp Oswald und der Deutsche Simon Stadler besiegten die Niederländer Jesse Huta Galung und Igor Sijsling mit 3:6, 7:6(5), 6:2. Die nächsten Gegner dieser beiden Gewinner-Paare werden am Donnerstag (Oswald) bzw. voraussichtlich am Freitag (Marach) ermittelt.

Während die Herren-Doppel mit österreichischer Beteiligung also erfolgreich blieben, unterlagen Sandra Klemenschits/Yvonne Meusburger der Nummer-16-Paarung Vania King/Galina Woskobojewa (USA/KAZ) 2:6, 3.6. Für die ÖTV-Spielerinnen war es auch ein Test für die Fed-Cup-Aufgaben in der ersten Februar-Woche in Budapest. Verbesserungsbedarf besteht auf alle Fälle beim Aufschlag, diesmal kassierten sie bei acht Service-Games fünf Breaks.

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