Do, 24. Mai 2018

"Verstehe ich nicht"

09.01.2014 19:13

UEFA-Boss Platini verärgert über Katar-Diskussion

UEFA-Präsident Michel Platini hat verärgert auf das Vorpreschen von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke in der Diskussion um eine mögliche Verlegung der Fußball-WM 2022 in Katar in den Winter reagiert. Dem Franzosen missfällt unter anderem der Zeitpunkt der jüngsten Wortmeldung von Valcke.

"Im Exekutivkomitee wurde Anfang Oktober entschieden, eine große Beratung im Fußball zu starten und dass keine Entscheidung vor der WM 2014 in Brasilien getroffen wird. Deshalb verstehe ich nicht, warum darüber diskutiert wird", sagte der UEFA-Chef der Zeitung "L'Equipe". "Aber vielleicht ist das Exekutivkomitee ja nutzlos. Wenn die Entscheidung schon gefallen ist, ist es sinnlos, sich zu treffen."

Platini hatte stets für eine Verlegung des umstrittenen Turniers in Katar in die Wintermonate plädiert. "Das ist meine persönliche Meinung", betonte der frühere Weltklasse-Kicker. "Aber wir müssen zuerst die komplette Fußball-Familie konsultieren für eine Entscheidung."

FIFA-Generalsekretär Valcke will Winter-WM
Valcke hatte am Mittwoch gesagt, die WM solle nicht im Sommer 2022 stattfinden, sondern "zwischen dem 15. November und dem 15. Jänner". Der Weltverband stellte daraufhin klar, dass eine endgültige Entscheidung über eine Verlegung erst nach der WM in Brasilien getroffen werde.

Katar will an Sommertermin festhalten
Die Organisatoren in Katar setzen indes weiter auf einen Sommertermin. "Ich denke, es ist nicht unmöglich. Es ist heiß hier im Sommer. Es ist nicht die ideale Zeit, unser Land zu besuchen, das kann keiner bestreiten", sagte der Generalsekretär des WM-OK, Hassan Al-Thawadi, der "L'Equipe".

Al-Thawadi verwies aber auf andere Weltmeisterschaften, die teilweise bei hohen Temperaturen gespielt wurden: "Schauen Sie die WM in Mexiko 1970 und 1986 oder die in Spanien 1982 und den USA 1994 an."

Eine Task Force soll den idealen Zeitpunkt für die WM in dem Emirat ermitteln. "Wenn alle die Entscheidung treffen, den Wettbewerb in den November zu verlegen, kein Problem", betonte Al-Thawadi. "Das wird unsere Pläne nicht beeinträchtigen."

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