Do, 14. Dezember 2017

3. Täter in Haft

05.09.2013 13:41

Gefesselter Toter in Wien: Fall endgültig geklärt

Ein im November 2012 im Wiener Bezirk Ottakring begangener Mord dürfte nun endgültig geklärt sein. Die Leiche eines 54-jährigen Mannes war damals gefesselt und erdrosselt in einer Wohnung aufgefunden worden. Nachdem bereits im Dezember des Vorjahres und im heurigen April zwei Verdächtige festgenommen wurden, konnte nun ein weiterer Mann verhaftet werden. Dieser hat bereits ein Geständnis abgelegt.

Der leblose Körper des Geschäftsmannes gab den Ermittlern zunächst Rätsel auf. Der Mann lag vollständig bekleidet in Bauchlage mit auf den Rücken gefesselten Händen in seinem Bett - auch die Füße waren zusammengebunden. Die Leiche wies Hämatome am Kopf und im Gesicht auf. Die Obduktion ergab Ersticken als Todesursache.

Wie sich nun herausstellte, dürften zwei Rumänen den Kärntner gefesselt und beraubt haben. In die Wohnung kamen sie mithilfe einer Bekannten des Opfers. Die Rumänin, die als Escortdame arbeitete, aber auch für den Villacher tätig war, wurde im April in Florenz geschnappt (Bericht siehe Infobox).

Verdächtiger gab Hinweis auf Komplizen
Einer der verdächtigen Männer, ein 27-Jähriger, wurde am 3. Dezember 2012 in Spanien in Polizeigewahrsam genommen. Im Jänner wurde er dann nach Österreich ausgeliefert. Bei seiner Vernehmung zeigte er sich laut Polizeisprecher Roman Hahslinger teilweise geständig und beschuldigte einen 25-jährigen Komplizen, von dem er nur den Vornamen nennen konnte. Dieser habe das Opfer gefesselt.

Nach monatelangen Recherchen konnte der vollständige Name des Gesuchten eruiert und der Verdächtige am 16. August in seiner Heimat geschnappt werden. Nach seiner Überstellung nach Österreich gab er die Tat bei der Einvernahme zu. Gefesselt will er den Geschäftsmann aber nicht alleine haben. Hier steht nun Wort gegen Wort.

Woher sich die beiden Männer und die Frau kannten, konnte Hahslinger nicht sagen. Auch über die Ausführung, wie die Frau ihren Landsleuten Einlass in die Wohnung des Opfers ermöglichte, gab es keine Auskunft.

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