Mo, 20. November 2017

GP in Silverstone

29.06.2013 14:07

Hamilton holt sich Poleposition vor Rosberg und Vettel

Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Sebastian Vettel – diese drei Piloten haben sich im Qualifying für den Grand Prix von Großbritannien am Samstagnachmittag am besten präsentiert und die ersten drei Startplätze eingefahren. "Lewis kennt offenbar ein paar Abkürzungen", scherzte der Dreifach-Weltmeister aus Deutschland und beteuerte: "Wir haben alles getan, was wir konnten."

Hamilton raste nach 2007 zum zweiten Mal auf Startplatz eins in Großbritannien. "Das ist ein unglaubliches Gefühl", verriet der 28-Jährige. "Ich hoffe, wir können auch etwas ganz Spezielles im Rennen schaffen", fügte der Weltmeister von 2008 nach seiner Fabelrunde hinzu. Zum 28. Mal in seiner Karriere startet Hamilton von ganz vorne, in dieser Saison steht bereits zum fünften Mal ein Silberpfeil auf der Pole Position, Rosberg war bereits dreimal der Beste am Samstag.

Vettel: "Die Punkte werden am Sonntag vergeben"
"Sie sind verdammt schnell in der Qualifikation, anscheinend sind sie da in einer anderen Welt", lobte Vettel die Konkurrenz. Die anderen drei Polepositions in dieser Saison eroberte der Titelverteidiger, der das Mercedes-Duo gelassen warnte: "Die Punkte werden am Sonntag vergeben."

Für das Werksteam des schwäbischen Autobauers aber war der starke Auftritt von Silverstone Balsam auf die Wunden der vergangenen Wochen, als das Weltverbandsverfahren wegen des Pirelli-Tests und die Wortgefechte mit Red Bull den Rennstall in Atem hielten. "Es ist ein tolles Gefühl, das schnellste Auto zu haben", sagte Rosberg und meinte: "Wir haben ein fantastisches Momentum."

Kann Mercedes die Leistung im Rennen bestätigen?
Offen aber ist, ob Mercedes diese Form auch ins Rennen retten kann. Mehrfach gerieten die Silberpfeile in diesem Jahr schon in Not wegen des zu hohen Reifenverschleißes und wurden durchgereicht. "Wir haben hart gearbeitet, um die richtige Abstimmung für Sonntag zu finden", versicherte Teamchef Ross Brawn.

Dagegen müssen vor allem Ferrari und Lotus hoffen, dass die WM-Konkurrenten an der Spitze schwächeln. Der WM-Zweite Fernando Alonso kam nicht über Startplatz zehn hinaus. Damit wird es schwer mit der erhofften Aufholjagd auf Vettel, der in der Gesamtwertung schon 36 Punkte vor dem Spanier liegt. "Wir waren überhaupt nicht wettbewerbsfähig", klagte Alonso. "Wir haben das Auto in den letzten vier oder fünf Rennen nicht ausreichend verbessert", erklärte der Asturier enttäuscht.

Räikkönen nicht im Vorderfeld mit dabei
Kaum besser lief es für Lotus-Hoffnung Kimi Räikkönen. Der WM-Dritte musste sich mit Rang neun begnügen und konnte sich damit nicht für den möglichen Wechsel zu Red Bull empfehlen. Der Finne wird als Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Vettel-Kollegen Mark Webber gehandelt. Ebenfalls ein Kandidat ist der Australier Daniel Ricciardo, der als Sechster im Toro Rosso eine bessere Visitenkarte als Räikkönen hinterließ.

Di Resta muss von hinten starten
Wegen eines zu leichten Autos muss Force-India-Pilot Paul di Resta bei seinem Formel-1-Heimrennen von ganz hinten starten. Die Rennkommissare bestraften den eigentlich fünftplatzierten Briten am Samstag Stunden nach der Qualifikation mit der Rückversetzung ans Ende des Feldes. Der Rennwagen hatte sich zuvor beim Wiegen als um 1,5 Kilogramm zu leicht erwiesen. Die Strafe ist besonders bitter für Di Resta: Platz fünf war die beste Quali-Leistung seiner Karriere. Toro-Rosso-Fahrer Daniel Ricciardo startet damit am Sonntag als Fünfter. Auch die Verfolger von Vettel profitieren: Räikkönen ist nun Achter, Alonso Neunter.

Das Ergebnis des Qualifyings:

Rang Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1 Lewis Hamilton Mercedes 1:30.995 1:31.224 1:29.607
2 Nico Rosberg Mercedes 1:31.355 1:31.028 1:30.059
3 Sebastian Vettel Red Bull 1:31.559 1:30.990 1:30.211
4 Mark Webber Red Bull 1:31.605 1:31.002 1:30.220
5 Paul di Resta Force India 1:32.062 1:31.291 1:30.736
6 Daniel Ricciardo Toro Rosso 1:32.097 1:31.182 1:30.757
7 Adrian Sutil Force India 1:32.002 1:31.097 1:30.908
8 Romain Grosjean Lotus 1:31.466 1:31.530 1:30.955
9 Kimi Räikkönen Lotus 1:31.400 1:31.592 1:30.962
10 Fernando Alonso Ferrari 1:32.266 1:31.387 1:30.979
11 Jenson Button McLaren 1:31.979 1:31.649
12 Felipe Massa Ferrari 1:32.241 1:31.779
13 Jean-Eric Vergne Toro Rosso 1:32.105 1:31.785
14 Sergio Perez McLaren 1:31.953 1:32.082
15 Nico Hulkenberg Sauber 1:32.168 1:32.211
16 Pastor Maldonado Williams 1:32.512 1:32.359
17 Valtteri Bottas Williams 1:32.664
18 Esteban Gutierrez Sauber 1:32.666
19 Charles Pic Caterham 1:33.866
20 Jules Bianchi Marussia 1:34.108
21 Giedo van der Garde Caterham 1:35.481
22 Max Chilton Marussia 1:35.858
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