So, 19. November 2017

Pfotenschutz & Co

30.01.2014 09:02

Wie Sie Ihren Hund gut durch den Winter bringen

In den vergangenen Tagen hat der Winter in Österreich Einzug gehalten. Menschen können sich mit warmer Kleidung und Schuhen vor Kälte und Nässe schützen, Hunde haben allerdings teilweise nur ein dünnes Fell, und an den Pfoten können Streusalz und Eisklümpchen zu Schmerzen führen. Der Verein "Pfotenhilfe" gibt Tipps, worauf Hundehalter in der kalten Jahreszeit achten sollten.

Im Winter wird besonders in den Städten viel Salz gestreut. Dieses macht die Hundepfoten rissig und das Ablecken ist ungesund für die Tiere. Der einfachste und für den Hund angenehmste Weg ist, auf Feld- und Waldwege auszuweichen und salzbestreute Wege zu meiden. Das ist aber gerade in der Stadt oft nicht möglich. Den besten Schutz bieten Hundeschuhe, die im Fachhandel oder beim Tierarzt erhältlich sind.

"Viele Hunde gewöhnen sich schnell an sie, und sie schützen auch vor Eisklumpen zwischen den Zehen der Hunde sowie vor Streusplitt", berichtet Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins "Pfotenhilfe". Bei Hunden, die Schuhe gar nicht mögen, empfiehlt es sich, überstehende Haare an den Ballen etwas zu kürzen und die Pfoten vor dem Spaziergang mit einer Creme einzuschmieren.

Die richtige Pfotencreme auswählen
Vaseline hat gute Fetteigenschaften, wird aber aus Erdöl gewonnen und ist nicht so hochwertig wie pflanzliche Öle. Eine sehr heilsame Wirkung hat Sheabutter, allerdings sollte hier auf einen fairen Handel geachtet werden. Auch im Handel gibt es zahlreiche fertige Produkte. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Cremen auch beim Ablecken keine Probleme verursachen.

Die Anwendung von Teebaumöl ist bei Hunden umstritten, bei Katzen ist eine gesundheitsschädigende Wirkung nachgewiesen. "Wichtig ist, dass die Pfoten nach jedem Spaziergang von Steinen und Salz mit lauwarmen Wasser gereinigt werden", so Weinand.

Mäntel schützen Tiere ohne Unterwolle
Nachdem Hunde heutzutage die meiste Zeit mit uns Menschen in geheizten Räumen verbringen, bilden sie keine ausreichende Unterwolle für den Winter. Bei einem gesunden Hund in Bewegung ist dies kein Problem. Bei längeren Pausen in der Kälte, bei geschwächten, schlanken und älteren Tieren sowie bei bestimmten Rassen wie dem Windhund kann es hingegen sinnvoll sein, einen Hundemantel zu verwenden. Wichtig ist für Hunde dabei nicht das Design, sondern die Funktionalität. Der Mantel sollte wärmend, wasserabweisend und atmungsaktiv sein und durch den richtigen Schnitt ein Maximum an Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Schnee fressen ist ungesund
Hunde tollen gerne im Schnee herum und viele lieben es, sich darin zu wälzen. Leider essen einige Hunde auch gerne Schnee, was bei größeren Mengen schlecht für den Magen ist. "Animieren Sie Ihren Hund nicht selbst zum Schnee-Essen, indem Sie zum Beispiel Schneebälle werfen. Verwenden Sie lieber geeignete Leckerbissen oder Spielzeug, die Sie auch verstecken können", rät Weinand. Bieten Sie Ihrem Hund auch im Winter auf längeren Spaziergängen Wasser an.

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