Mo, 20. November 2017

Schumis Nachfolger

28.09.2012 11:35

Hamilton wechselt zu Mercedes - und trifft dort auf Lauda

Der Freitag als Tag der großen Rochaden in der Formel 1. Lewis Hamilton ersetzt Michael Schumacher ab 2013 für zumindest drei Jahre bei Mercedes. An seiner Stelle wird der aktuelle Sauber-Pilot Sergio Perez (22) aus Mexiko künftig bei McLaren fahren (siehe Infobox). Während für Rekordweltmeister Schumacher (43) damit die Formel 1 als Fahrer endgültig Geschichte ist, gibt Niki Lauda ein "Comeback" als Aufsichtsrats-Vorsitzender beim Mercedes-Team.

Der 63-jährige Österreicher ist derzeit als TV-Presenter und in anderen Funktionen in der Formel 1 tätig und hatte zuletzt maßgeblich mitgeholfen, einen Kompromiss zwischen Mercedes und Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone im Ringen um das sogenannte Concorde-Agreement herbeizuführen. Deshalb hat Mercedes nun nach langem Poker als letztes Topteam auch den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag unterzeichnet.

Der Grundlagenvertrag regelt die Verteilung der Vermarktungseinnahmen und soll bis 2020 gelten. Der deutsche Autobauer hatte mit Ecclestone lange um die Konditionen für einen Verbleib in der Königsklasse des Motorsports gerungen. Mercedes war verärgert darüber, dass Ecclestone den Rivalen Ferrari, McLaren und Red Bull höhere Bonuszahlungen gewähren wollte.

Lauda als "Diplomat"
Die Mehrheit der Teams hat den Vertrag bereits unterschrieben. Zwischen Mercedes und Ecclestone war es nach einem Zerwürfnis zuletzt mithilfe von Lauda zu einer Annäherung gekommen. "Wir wollen so eingestuft werden, wie es sich gehört", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, zu dem der dreifache Formel-1-Weltmeister Lauda ein sehr gutes Verhältnis hat, zuletzt in Singapur.

Mit der Zustimmung von Mercedes rückt möglicherweise auch der Börsengang der Formel 1 wieder näher. Ecclestone will die Rennserie in Singapur an die Börse bringen und einen zweistelligen Millionenbetrag erlösen. Mit der Unterschrift des deutschen Autokonzerns hat Ecclestone nun alle wichtigen Teams langfristig an die Formel 1 gebunden.

Hamilton neuer Kollege von Rosberg
Die Fahrer-Rochaden und das Aus für Schumacher, der 2010 nach einer dreijährigen Rennpause in die Formel 1 zurückgekehrt war, haben nun mächtig Schwung in das Transferkarussell gebracht. Hamilton fährt künftig an der Seite des Deutschen Nico Rosberg für Mercedes, Perez zusammen mit Jenson Button bei McLaren.

Weil bei Red Bull (Sebastian Vettel, Mark Webber) alles bleibt wie gehabt, ist damit bei den Spitzenteams nur noch der Platz von Felipe Massa bei Ferrari fraglich.

Hamilton braucht "neue Herausforderung"
"Es wird Zeit für eine neue Herausforderung", sagte Ex-Weltmeister Hamilton zu seinem Wechsel, um den wegen der Gehaltsforderungen lange gepokert worden war. "Ich denke, ich kann mithelfen, die Silberpfeile an die Spitze zu steuern und irgendwann Weltmeister zu werden", erklärte der 27-jährige Champion von 2008.

Hamilton will damit etwas schaffen, woran selbst Schumacher gescheitert ist. Mehr als ein dritter Platz dieses Jahr in Valencia war für "Schumi" in dessen zweiter Karriere, die nun im November in Brasilien endgültig zu Ende geht, bisher nicht herausgesprungen.

Schumacher: "Wünsche Lewis alles Gute"
"Ich hatte drei nette Jahre mit dem Team. Leider lief es sportlich nicht so, wie wir uns das alle gewünscht hätten", erklärte Schumacher. "Ich wünsche Lewis alles Gute und dass sich bald der Erfolg einstellt, für den wir so hart gearbeitet haben", ergänzte der 43-Jährige, der sich beim Team für das Vertrauen bedankte.

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