Di, 12. Dezember 2017

Im Davis Cup vor Out

06.04.2012 16:08

Auch Haider-Maurer chancenlos: Nach Tag eins steht's 0:2

Der erste Tag im Davis-Cup-Duell mit Spanien ist für Österreich denkbar schlecht verlaufen. Nachdem Jürgen Melzer zum Auftakt gegen die spanische Nummer zwei, Nicolas Almagro, überraschend klar mit 2:6, 2:6, 4:6 verloren hatte, gab's für Andreas Haider-Maurer im Match gegen Spaniens Topspieler David Ferrer noch weniger zu holen: Er verlor in nur 81 Minuten mit 1:6, 3:6, 1:6.

"Meine Vorbereitung war nicht ideal, daher habe ich mir von der Partie auch nicht viel erwartet", analysierte Haider-Maurer: "Ich habe mich die ganze Partie über nicht zurechtgefunden. Das lag natürlich auch am Spiel von Ferrer, der mich nie einen Rhythmus hat finden lassen."

Keine Chance gegen Ferrer
In Satz eins kassierte Haider-Maurer Breaks zum 0:1 und 0:3. In Durchgang Nummer zwei verlor er seinen Aufschlag zum 0:1 und zum 2:5 und konnte trotz eigenen Breaks zum 3:5 nicht mehr die Wende einleiten – 3:6. Im dritten Satz war die Gegenwehr Haider-Maurers dann endgültig gebrochen, er endete mit 1:6.

"Ferrer gibt einem kaum freie Punkte. Nicht umsonst ist er die Nummer fünf der Welt", erklärte Haider-Maurer. Und Davis-Cup-Kapitän Clemens Trimmel pflichtete bei: "Ein Sieg von Andi war sowieso nicht zu erwarten."

Almagro für Melzer zu stark
Zuvor hatte Melzer bereits das Auftakt-Einzel verloren. Bei schwierigen Bedingungen mit starkem Wind und tiefem Sand lag der Niederösterreicher bereits im ersten Aufschlaggame rasch mit 0:40 zurück, konnte sich aber doch noch das 1:0 sichern. Zwei Breaks von Almagro zum 2:1 und zum 5:2 brachten nach 33 Minuten aber dennoch die Entscheidung zugunsten des aggressiv spielenden Spaniers in Satz Nummer eins.

Geplant hatte Melzer ursprünglich, Almagro in längere Ballwechsel zu verwickeln und ihn "ordentlich zu bewegen". Eine Taktik, die nicht aufgehen wollte. "Ich hätte gerne mehr Widerstand geleistet", so Melzer: "Nico hat heute aber sehr gut gespielt und sehr viel Druck ausgeübt."

"Almagro war einfach besser"
Im zweiten Satz musste Melzer Breaks zum 0:1 und zum 0:3 hinnehmen. Nach 34 Minuten stand es 0:4, nach 46 Minuten 2:6. Das gleiche Bild bot sich auch in Durchgang Nummer drei: Almagro attackierte Melzers zu kurz geratene Bälle, ließ den Österreicher laufen und punktet immer wieder von der Grundlinie. Die Folge: Breaks des Spaniers zum 1:0 und zum 4:1. Nach 30 unerzwungenen Fehlern Melzers, einem zertrümmerten Schläger des Österreichers stand Almagro als 6:2-6:2-6:4-Sieger fest.

"Almagro war heute einfach besser, da gibt es nichts zu beschönigen", analysierte Melzer unmittelbar nach der Partie, relativierte aber auch: "Der Platz war in einem recht schlechten Zustand, da habe ich mich nicht zurechtgefunden. Ich will mich aber auch nicht auf den Platz ausreden."

Trimmel: "Keine Überraschung"
Dass Österreich nach Tag eins mit 0:2 zurück liegt, wertete Kapitän Trimmel als "keine allzu große Überraschung. Ich habe stets betont, dass wir krasser Außenseiter sind. Natürlich hat man insgeheim gehofft, dass es nach dem Freitag eventuell 1:1 steht, aber der Davis Cup ist kein Wunschkonzert."

Letzte Chance im Doppel
Damit muss Österreich am Samstag ab 15.15 Uhr das Doppel gewinnen, um weiter im Rennen um den zweiten Halbfinal-Aufstieg nach 1990 zu bleiben. Für Österreich werden voraussichtlich Oliver Marach und Alexander Peya antreten, bei Spanien könnte Almagro den am Rücken verletzten Marc Lopez vertreten. Zweiter Doppelspieler der Spanier ist Marcel Granollers.

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