Fr, 24. November 2017

Trauriges Schicksal

18.01.2012 11:35

Dem Tod entronnen: Welpen fanden ein neues Zuhause

Jährlich nach den Weihnachtsfeiertagen werden besonders viele ungewollte Tiere ausgesetzt, allen voran Hundewelpen. Skrupellose Halter "entsorgen" gleich ganze Würfe und überlassen sie entweder ihrem Schicksal oder töten sie sogar. In der Tierpension Schandl tummelten sich Anfang Jänner zwölf Welpen aus genau solchen ungewollten Würfen, die sich dort von ihren Strapazen erholten. Mittlerweile haben alle ein neues, liebevolles Heim gefunden.

Spitz-Mix-Welpen in Eiseskälte ausgesetzt
Als am 30. Dezember am späteren Abend die Hunde der Tierpension anschlugen, ahnte die Leiterin Eleonore Schandl noch nicht, was sie draußen vor der Türe finden würde. In einem Karton waren sechs kleine, höchstens fünf Wochen alte Mischlingswelpen abgestellt worden - in eisiger Kälte sich selbst überlassen, vom Besitzer keine Spur.

Beim näheren Hinsehen dann der Schock: Einer der kleinen Racker war bereits tot, ein anderer hatte eine Augenverletzung. Eleonore Schandl erinnert sich: "Der ganze Kopf des Welpen war voller Blut. Möglich ist, dass er in dem engen Karton durch seine Geschwister verletzt wurde. Wir konnten das Auge aber behandeln, der Kleine wird wieder ganz gesund."

Die fünf Welpen (zwei Rüden, drei Hündinnen, erstes Foto) sehen aus wie Zwergspitz-Mischlinge und werden klein bleiben. In etwa einer Woche werden sie entwurmt, geimpft und gechipt an liebevolle Hundefreunde abgegeben. Viele Tierfreunde haben Interesse an den Kleinen bekundet, sie alle haben bereits ein neues Zuhause gefunden.

HSH-Welpen nicht losgeworden - Familie tötete Hundebabys
Etwas komplizierter war die Suche nach einem neuen Zuhause bei den Mix-Welpen, die Frau Schandl aus Ungarn gerettet hat (zweites Bild). "Mama und Papa der Kleinen waren Kuvasz und Komondor, zwei sehr große Herdenschutzhunderassen. Die Welpen sind jetzt schon fast zehn Kilo schwer," erzählt sie Anfang Jänner.

Die befreundete Tierschutzorganisation Hundehilfe Nordbalaton e.V. hatte sich hilfesuchend an die Tierpension Schandl gewandt: Ein Wurf Mischlingswelpen wurde aus dem Haus einer Familie befreit, die den Nachwuchs nicht loswurde und bereits drei Hundebabys umgebracht hatte. Das ungarische Tierheim brachte die Welpen aus Platzmangel nach Österreich in die Tierpension, wo sie bis zum richtigen Abgabealter aufgepäppelt wurden.

"Herdenschutzhunde sind allerdings eine Herausforderung," sagt Eleonore Schandl. "Die Hunde werden riesengroß und benötigen auf jeden Fall einen Gartenplatz. Wir haben uns zudem Interessenten mit Herdenschutzhund-Erfahrung gewünscht." Tatsächlich konnten die Welpen paarweise an große Höfe in Österreich vermittelt werden, ein Vierbeiner wurde als Einzelhund adoptiert.

Ein Video von den HSH-Mix-Welpen findest du in der Infobox.

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