Mo, 21. Mai 2018

Grazer zu harmlos

15.09.2011 23:34

Sturm startet mit 1:2-Heimpleite gegen Lok in die EL

Nach Red Bull Salzburg und der Wiener Austria (siehe Storys in der Infobox) hat mit Meister Sturm Graz auch der dritte heimische Europa-League-Teilnehmer am Donnerstagabend seine Auftaktpartie verloren. Die Steirer verspielten ebenso wie die Austria eine 1:0-Führung und verloren in der UPC-Arena noch mit 1:2 gegen Lok Moskau. Imre Szabics hatte die Truppe von Chefcoach Franco Foda in Front gebracht (14.), Victor Obinna (28.) und Dmitri Sytschew (29.) drehten die Partie, die aufgrund eines Flutlichtausfalls mit Verspätung begonnen hatte, aber zugunsten der Russen.

Die personelle Situation spitzte sich bei den Grazern weiter zu. Zu den Ausfällen von Koch, Kienast, Säumel und Gratzei, dessen Arthroskopie-Ergebnis am Donnerstag geheim gehalten wurde, gesellten sich vor der Partie noch Dudic und Sandro Foda sowie während des Spiels Hölzl (Schlag auf Oberschenkel) und Feldhofer (wegen Gehirnerschütterung im Spital).

Flutlicht defekt - Anpfiff mit Verspätung
Die Zuschauer und Spieler mussten 40 Minuten auf den Beginn der Partie warten. Ein ausgefallener Flutlichtmast hatte den Anpfiff des portugiesischen Schiedsrichters Bruno Miguel Duarte Paixao verzögert. Zudem war bereits zuvor insgesamt viermal der Strom im Stadion ausgefallen. "Das ist eine Peinlichkeit sondergleichen", ärgerte sich Präsident Gerald Stockenhuber. Man habe in der vergangenen Woche alle Aggregate überprüft. "Anscheinend hat sich aber irgendwo der Fehlerteufel eingeschlichen", fügte Stockenhuber hinzu.

Das Flutlicht wurde beim Neustart nicht mehr voll aufgedreht, um einen neuerlichen Ausfall, der wohl eine Verschiebung des Spiels mit sich gebracht hätte und für die Grazer "von den Kosten ein Desaster" gewesen wäre, zu verhindern.

Szabics sorgt für perfekten Start
Die Grazer zeigten sich davon unbeeindruckt und legten einen Traumstart hin. Nach einer Kombination über Weber und Wolf traf Szabics mit einem überlegten Schuss vom 16er genau ins Eck (14.). Der Ungar hatte gleich darauf nach einem Solo im Strafraum auch das 2:0 auf den Beinen, sein Schuss wurde aber von Burlak gerade noch abgewehrt (15.).

Doppelschlag der Russen dreht die Partie
Lange durften sich die 13.356 Fans aber nicht freuen. Zuerst wurde die Verletztenliste mit dem Ausfall von Hölzl noch größer, dann kam es innerhalb von zwei Minuten knüppeldick. Einen Schischkin-Freistoß lenkte Obinna zum 1:1 ins Tor ab (28.). Keine 60 Sekunden später erhöhte Sytschew via Abstauber mit links auf 2:1, nachdem Gluschakow aus 35 Metern nur die Latte getroffen hatte (29.). Es war wie ein Weckruf für die Russen, die daraufhin den Ball gut laufen ließen und die Partie absolut im Griff hatten.

Feldhofer im Krankenhaus
Zur Pause musste Foda neuerlich tauschen, Feldhofer musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus, für ihn rückte Pürcher in die Innenverteidigung, die alles andere als einen geruhsamen Abend hatte. Gluschakow traf aus vier Metern im Rutschen das leere Tor nicht (61.). Für die in der Offensive völlig harmlosen Grazer war ein Volleyschuss von Standfest, mit dem Guilherme keine Mühe hatte, die einzige Ausbeute (59.). Daran konnte auch der in der 66. Minute eingewechselte Stürmer-Routinier Haas bei seinem Europa-League-Debüt nichts ändern.

Bereits am Sonntag steht für die stark ersatzgeschwächten Grazer in der Meisterschaft das Heimspiel gegen Wacker Innsbruck auf dem Programm.

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