Mo, 18. Dezember 2017

Autofahrer in Angst

26.07.2011 10:10

Temporausch eines Polen endet tödlich an Felswand

Mit dem Leben hat ein 50-jähriger Pole am Montag seinen Temporausch in Salzburg bezahlen müssen. Der Autolenker raste mit Wahnsinns-Geschwindigkeit von Piesendorf bis nach Goldegg. Dabei überholte er mehrmals äußerst riskant andere Lenker und beschädigte auch zwei Autos. Schließlich prallte er gegen eine Felswand und war sofort tot.

Was den Mann zu dieser Fahrt bewegt hat, wird wohl für immer unklar bleiben. Möglicherweise hatte es der Lenker nur eilig, zur Arbeit zu kommen und stieg deswegen derart unkontrolliert auf das Gaspedal.

Der Autolenker war kurz nach 6 Uhr in seinem Wohnort Piesendorf gestartet. Er fuhr über Zell am See nach Taxenbach. Dort überholte er in einer Kurve der Pinzgauer Straße einen anderen Lenker und streifte ein entgegenkommendes Auto. Doch statt anzuhalten, gab der Mann weiter Gas.

Polizei von mehreren Autofahrern alarmiert
"Gleich mehrere Autofahrer gaben an, dass da einer mit irrem Tempo unterwegs ist und ständig überholt", schilderte ein Beamter der Polizeiinspektion Zell am See. Da der Mann in Richtung Schwarzach unterwegs war, wurde von dort eine Streife losgeschickt. Der Auftrag der Beamten: Sie sollten die Raser-Fahrt stoppen.

Mehrere Autofahrer wichen auf das Bankett aus, als ihnen der Tempobolzer mit seinem Pkw entgegenkam. Denn der Raser geriet in den Kurven mehrmals auf die Gegenfahrbahn.

Wrackteile über 30 Meter weit verstreut
Knapp nach dem Mauttunnel in Goldegg-Spritzbach überholte er erneut einen langsameren Autofahrer (25), streifte den Wagen des jungen Mannes – dieser wurde dabei leicht verletzt – und geriet ins Schleudern. Der VW-Passat des Tempo-Süchtigen prallte in der Folge mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Felswand und wurde anschließend noch an die Leitschiene geschleudert. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle.

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild der Verwüstung. Auf einer Strecke von 30 Metern lagen die Wrackteile des VW Passat verteilt. Außerdem war Benzin ausgeflossen. Die Pinzgauer Straße musste knapp eineinhalb Stunden gesperrt werden.

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