Mo, 20. November 2017

Erfolg für Exekutive

19.05.2011 15:07

Einbruchserien mit 665.000 Euro Schaden aufgeklärt

Die Polizei hat zwei große Einbruchsserien in Stadt und Land Salzburg mit rund 100 Delikten und einer Gesamtschadenssumme von über 665.000 Euro aufgeklärt. In beiden Fällen konnten insgesamt neun Täter in einem langwierigen Fahndungsprozess überführt werden. Fünf Verdächtige befinden sich in U-Haft, sie zeigen sich teilweise geständig. Dieser Fahndungserfolg wurde am Donnerstag im Polizeizentrum bekannt gegeben.

Bereits seit Anfang Dezember letzten Jahres habe ein 34-Jähriger vermehrt Einbruchdiebstähle in der Stadt Salzburg begangen. "Der 1,96 Meter große Täter hatte bei den Einbrüchen stets eine Gaspistole, Kabelbinder sowie Tränengas bei sich, um sich gegen seine Opfer wehren zu können", sagte Oberst Josef Holzberger vom Landeskriminalamt.

Drei Tage Arbeit - vier Tage Pause
Ein Zusammentreffen mit Opfern gab es jedoch nur in zwei Fällen, diese blieben dabei unverletzt. "Der Täter ging immer nach demselben Prinzip vor: Drei Tage lang hat er Einbrüche verübt, vier Tage lang hat er eine Pause eingelegt - wahrscheinlich um das Diebesgut zu verscherbeln", so Oberstleutnant Andreas Huber, Kriminalreferent des Stadtpolizeikommandos.

Der Bosnier wurde Anfang April von einem Polizisten in einer Trafik im Stadtteil Gnigl beobachtet. Es kam zu einer spektakulären Verfolgungsjagd, die auf dem Kapuzinerberg mit seiner Festnahme endete. "Zunächst wussten wir nicht, mit wem wir es hier zu tun haben, der Täter ist der deutschen Sprache zwar sehr gut mächtig, hat aber nicht mit uns gesprochen", erklärte Holzberger. Bald konnte die Polizei jedoch herausfinden, dass der 34-Jährige sich illegal in Salzburg aufhielt und bei seiner Lebensgefährtin, einer Prostituierten, wohnte.

Schadenssumme von 365.000 Euro
Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten Diebesgut - vor allem Schmuck, Bargeld, elektronische Geräte und zwei Waffen. Daraufhin zeigte sich der Täter geständig. Mindestens 31 Einbruchsdiebstähle soll der Bosnier verübt haben. Die Schadenssumme beträgt rund 365.000 Euro. "Der Täter und dessen Freundin sind beide HIV positiv und stark drogenabhängig. Sie werden wohl dafür das Geld benötigt haben", so Holzberger.

Im Zuge der Ermittlungen erfuhr die Polizei im Februar von einem Mittäter - einem 31-Jährigen, ebenfalls bosnischer Staatsangehöriger. Wie auch bei dem Haupttäter konnte bei diesem Diebesgut sichergestellt werden. Auch er zeigte sich geständig und gab an, dass er sich bei etwa zehn Einbrüchen als Aufpasser beteiligt hätte. "Beide Täter befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen ist nicht erreichbar, wir wissen nicht, wo sie sich derzeit aufhält", erklärte Holzberger.

Zweite Einbrecherbande hatte Tresore im Visier
Bei den mutmaßlichen Tätern der zweiten aufgeklärten Einbruchsserie in der Stadt Salzburgs sowie im Flachgau und Pinzgau handelt es sich um sechs Moldawier und einen Rumänen. Die Bande war von April 2010 bis Ende Jänner 2011 umtriebig und hatte es vor allem auf Tresore abgesehen. Die Männer verursachten eine Gesamtschadenhöhe von fast 300.000 Euro. Drei der Beschuldigten wurden festgenommen, ein weiterer nach Moldawien abgeschoben. Gegen die anderen Verdächtigen liegen Haftbefehle vor.

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