Mi, 22. November 2017

Knast statt Villa

09.12.2010 19:18

Wesley Snipes hat seine Haftstrafe angetreten

Hollywoodstar Wesley Snipes hat seine dreijährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung angetreten. Er traf am Donnerstagvormittag (Ortszeit) in der McKean-Strafvollzugsanstalt im US-Staat Pennsylvania ein. Statt einer komfortablen Villa wird nun das nüchterne Gefängnis die nächste Zeit Snipes' Heimat sein, und statt Millionenbeträgen wird der Schauspieler nur einige Cent pro Stunde in der Gefängnisküche oder Wäscherei verdienen. Snipes hatte am Mittwoch noch versucht, die bevorstehende Haftstrafe abzuwenden, allerdings vergebens.

Snipes muss seine Villa nun gegen ein Bett im McKean-Gefängnis tauschen, das allerdings wenig mit jenen Anstalten gemein hat, in denen Snipes Filme wie "Undisputed - Sieg ohne Ruhm" oder "Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest" drehte. Es handelt sich um ein Gefängnis mit sehr geringen Sicherheitsvorkehrungen.

Keine Mauern und Gitter
Die Anstalt mit rund 300 nicht gewalttätigen Häftlingen wird von keinen hohen Mauern umgeben - nicht einmal von einem Zaun. Die Insassen leben in Hütten mit Zweibettzimmern. Sie dürfen täglich Duschen, von Freitag bis Sonntag werden abends Spielfilme gezeigt. Allerdings keine mit gewalttätigen Inhalten, weshalb die meisten Snipes-Filme dort wohl nicht auf dem Programm stehen werden.

Neuverhandlung des Verfahrens abgelehnt
In einem letzten Versuch, die Haft abzuwenden, hatte der 48-jährige Snipes am Mittwoch erfolglos einen Antrag gestellt, in dem er einen neuen Prozess forderte und dem Richter vorwarf, keine Fragen der Verteidigung zu einem möglichen Fehlverhalten der Geschworenen zugelassen zu haben. Sein Anwalt Daniel Meachum erklärte, er habe eine E-Mail von einem Mitglied der Jury erhalten, nach der drei andere Geschworene schon vor dem Prozess Snipes für schuldig gehalten hätten. Snipes wurde 2008 wegen Steuerhinterziehung in drei Fällen zu je einem Jahr Haft verurteilt. Allein von 1999 bis 2001 soll er 2,7 Millionen Dollar (rund zwei Millionen Euro) an Steuern hinterzogen haben.

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