Fr, 20. Oktober 2017

Für schnelle Hilfe

21.09.2010 15:27

Feuerwehr: „Rettungsgasse kann Leben retten“

50 statt etwa zehn Minuten hat die Feuerwehr am Montag benötigt, um einen Unfallort auf der Ostautobahn (A4) – siehe Infobox – zu erreichen. Mehrere Kfz waren kollidiert, zum Glück wurden keine Insassen eingeklemmt. Eine rasche Menschenrettung wäre nicht möglich gewesen, da der Pannenstreifen durch abgestellte Fahrzeuge völlig blockiert war. Eine in der Straßenverkehrsordnung verankerte, verpflichtend einzuhaltende "Rettungsgasse" könnte Abhilfe schaffen, regte das Landesfeuerwehrkommando am Dienstag an.

Das Prinzip sei einfach: Erreichen Einsatzfahrzeuge ein Stauende, soll eine Kolonne nach links, die andere nach rechts fahren. Auf der sich so öffnenden "neuen" Fahrspur können sich die 2,5 Meter breiten Wagen der Helfer problemlos und mit bis zu Tempo 50 der jeweiligen Unfallstelle nähern, so das Landeskommando. Über den Wechsel auf der A2 sei die "Rettungsgasse" längst erprobt. Dort stehe auf mehreren Kilometern gar kein Pannenstreifen zur Verfügung. In diesem Bereich seien Autofahrer im Stau gezwungen, nach links und rechts auszuweichen, die Feuerwehren hätten "die besten Erfahrungen" gemacht.

In Deutschland sei die "Rettungsgasse" bereits seit mehr als 30 Jahren in der Straßenverkehrsordnung verankert und funktioniere ebenso wie in der Schweiz problemlos.

Den Feuerwehren gehe es vor allem darum, Einsatzorte so rasch wie möglich zu erreichen, betonte das NÖ Landeskommando. Dies sei auf Autobahnen nicht immer der Fall, was letztlich Menschenleben gefährde. Erinnert wurde am Dienstag außerdem daran, dass hinsichtlich "Rettungsgasse" schon im Dezember 2009 ein Entschließungsantrag im Parlament eingebracht worden sei.
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