Di, 12. Dezember 2017

Straße bald offen

18.08.2010 08:48

Aufräumen nach der Steinlawine im Halltal kommt teuer

Früher als erwartet werden die Aufräumarbeiten nach der riesigen Steinlawine im Halltal bei Absam abgeschlossen. Schon Ende nächster Woche soll die Mautstraße wieder offen sein. Doch was kommt dann? Die enormen Kosten für die Erhaltung setzen der Weggemeinschaft zu. Nun soll auch die Salinen AG mitzahlen.

Als im Juli mehr als 50.000 Kubikmeter Geröllmassen Straße und Bach im Halltal verlegten, beschlich den Absamer Bürgermeister Arno Guggenbichler ein Gefühl der Verzweiflung. "Schon wieder", dachte er sich. Die Straße ins Halltal ist eine ewige Baustelle. "Die Mauteinnahmen von rund 25.000 Euro im Jahr können die Kosten nicht annähernd decken. Allein die Aufräumarbeiten nach dieser Mure werden 250.000 Euro verschlingen", stellt Guggenbichler gegenüber. Die Weggemeinschaft, der neben Absam die Bundesforste, die Gemeinde Hall und die Haller Stadtwerke angehören, zahlt den Löwenanteil. Nun will Guggenbichler auch die Salinen AG, die die Straße für die Wartung der Stollen braucht, ins Boot holen.

Die zahle derzeit nur einen kleinen Teil für die Erhaltung, sei aber einer der größten Nutznießer der Straße. Guggenbichler: "Wir müssen das neu verhandeln. Die Mautstraße hat uns in den vergangenen Jahren Hunderttausende Euro gekostet. Für die Weggemeinschaft allein sind das Dimensionen, die sie kaum mehr allein tragen kann." Mitte September ist ein Treffen anberaumt.

Ab 27. August offen
Guggenbichler ist zuversichtlich, dass am 27. August die offizielle Freigabe der Mautstraße erfolgen kann. Ursprünglich waren zwei Monate für die Aufräumarbeiten veranschlagt. "Zum Glück ist es schneller gegangen. Die Hälfte des Schotters wurde mit Lkw abtransportiert, den Rest wird der Bach erledigen", hofft der Bürgermeister.

Die Sommersaison werden Weggemeinschaft und die Betreiber von Magdalena- und Bettelwurf-Hütte mit beträchtlichen Einbußen abschließen. Und auch in Zukunft müssen sie mit Wegsperren rechnen. Guggenbichler: "Es ist unmöglich, die Straße ganz und gar vor Muren zu schützen."

von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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