Sa, 24. Februar 2018

Mindestrentner etc.

05.02.2018 16:31

Leben immer teurer: Wiener stürmen Sozialmärkte

Die steigenden Lebenserhaltungskosten (Miete etc.) treiben immer mehr Wiener in die Sozialmärkte. Laut den Betreibern sind besonders Mindestpensionisten und Alleinerzieherinnen betroffen. Sie müssen sich Lebensmittel vom Mund absparen und sind auf das Angebot angewiesen.

Früher sei bei Pensionisten die Hemmschwelle sehr hoch gewesen, erklärt Alexander Schiel vom Verein Sozialmarkt Wien (40.000 Mitglieder). Mittlerweile sei jeder vierte Kunde Mindestrentner. "Sie kaufen die Schokolade fürs Enkerl, die sie sich sonst nicht leisten könnten", so Schiel. Ähnliche Erfahrungen macht auch der Samariterbund, der Pensionisten mit Kaffee und kleinen Plauschereien aktiv anspricht. Der Sozialmarkt sei nicht nur zum Einkaufen da, sondern auch ein "Ort der Kommunikation".

"Wöchentlich größerer Zustrom"
Neben älteren Menschen haben Studenten und Alleinerzieherinnen zunehmend Probleme, die hohen Lebenskosten zu stemmen. "Wir erleben wöchentlich einen größeren Zustrom an Kunden", sagt Waltraud Lenk vom Verein Start UP (8000 Mitglieder).

Da die Standorte in Hernals und Floridsdorf ausgereizt sind, eröffnet der Verein nun einen weiteren Markt beim Schöpfwerk in Meidling.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden