Mo, 20. November 2017

In steilem Gelände

19.08.2009 10:40

Wanderin bei Marktschellenberg abgestürzt

Eine 68-jährige Wanderin ist am Dienstagnachmittag am Hammerstielwandweg im benachbarten Bayern rund 75 Meter tief abgestürzt. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg konnten der Frau nicht mehr helfen. Der Mann der Verstorbenen, der noch durch steilstes Gelände zu seiner Frau abgestiegen war, wurde mit dem Rettungstau am Hubschrauber ins Tal geflogen.

Gegen 16 Uhr wurde die Rettungsleitstelle per Notruf über einen Bergunfall informiert. Unabhängig voneinander hatten zwei Bergwanderer im Bereich der Almbachklamm Hilferufe wahrgenommen. Einer der beiden fand dann auf dem Weg durch die Hammerstielwand, der von Ettenberg zur Almbachklamm führt, noch einen Rucksack und Wanderstöcke und verständigte sofort die Rettungskräfte.

Notarzt konnte nicht mehr helfen
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den genauen Unfallort auszumachen, fanden dann die Retter der Bergwacht schnell zur Absturzstelle. Der Notarzt und ein weiterer Bergretter konnten nach einer Abseilaktion über 75 Meter in steilstem Gelände jedoch nur noch den Tod der abgestürzten 68-jährigen Urlauberin feststellen. Ihr 73-jähriger Ehemann, der den Unfall mit ansehen musste, war zu seiner Frau durch widrigstes und steiles Gelände hinunter geklettert und vor Ort. Da sein Handy leer war, hatte er sich durch Rufen bemerkbar gemacht.

Über Wurzel gestolpert
Die Urlauberin war laut Polizei an einer großen Wurzel auf dem Weg gestolpert und durch eine Steilrinne mit Steinen und Bäumen etwa 75 Meter abgestürzt. Dabei zog sie sich schwerste, sofort tödliche Verletzungen zu. Der Ehemann wurde von der Bergwacht betreut und mit dem Tau am Rettungshubschrauber "Christoph 14" von der Unfallstelle ins Tal geflogen.

Die Bergung der Toten und der Abtransport der Einsatzkräfte von der Unfallstelle erfolgten mit einem Polizeihubschrauber per Rettungswinde. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um den Ehemann der Verstorbenen.
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