Di, 22. Mai 2018

Schutzengel flog mit

18.02.2009 23:31

12-Jährige an WM-Schanze gescheitert

Das kann ja heiter werden: Schon der erste Trainingsversuch für das bei der Nordischen Ski-WM im tschechischen Liberec erstmals ausgetragene Damen-Skispringen stand unter keinem guten Stern und musste am Dienstagnachmittag wegen des tiefwinterlichen Wetters abgesagt werden. Kurz davor kam es auf der Normalschanze beinahe zu einem gröberen Unglück, als die erst zwölfjährige Tschechin Natalie Dejmkova bei ihrem ersten Versuch nicht über den Vorbau hinaus kam und nach einem 33-Meter-Hüpferchen in den Schnee knallte. Beim zweiten Training am Mittwoch sprang die Österreicherin Daniela Iraschko 93 Meter weit.

Die junge Sportlerin schlitterte über den gesamten Steilhang, den andere normalerweise fliegend bewältigen, hinunter in den Auslauf, wo sie einen bangen Moment lang liegen blieb. Doch schon nach wenigen Augenblicken rappelte sich Dejmkova wieder auf und sorgte für Erleichterung bei den Trainern und den nur 40 Zusehern, die sich zu der Veranstaltung verirrten.

DSV fordert Änderung des Reglements
Die Zwölfjährige überstand ihre Bruchlandung unverletzt, zehn Minuten später brach die Jury das Training ab. Der Rennleiter betonte jedoch, dass der Abbruch nicht wegen des Sturze erfolgte, sondern wegen des Windes, der teilweise eine Geschwindigkeit von bis zu fünf Metern pro Sekunde erreichte. Der deutsche Skiverband hat nach Dejmkovas Sturz Bedenken gegen das Regelwerk angemeldet. "Die Entscheidung, sie starten zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen. Wir brauchen eine Altersuntergrenze", sagte Horst Hüttel vom DSV.

93-Meter-Sprung von Iraschko
Nach Stunden langen Wartens und Verzögerungen hat am Mittwoch die Jury trotz widriger Bedingungen das Training durchgepeitscht. Österreichs Medaillenhoffnung Daniela Iraschko zeigte bei verkürztem Anlauf einen 93-Meter-Sprung, von den Top-Athletinnen war Ulrike Grässler mit 94,5 Metern nicht zu schlagen. "Es war sensationell, ich habe die Schanze lang studiert bei eineinhalb Stunden warten", scherzte Iraschko.

Seifriedsberger landete bei 75-Meter-Marke
"Im Gegensatz zu anderen Wettkämpfen ist man sicher nervöser und will gleich von Anfang an das Beste zeigen. Aber es ist nur positiv und schön, dass man da mit dabei sein darf, da machen auch die Bedingungen nichts aus", versicherte die 25-Jährige. Ihre Teamkollegin, die erst 18-jährige Jacqueline Seifriedsberger, landete nach einer Böe kurz nach dem Absprung nur bei der 75-Meter-Marke, ließ sich davon aber nicht beirren. "Ich habe mir jetzt einmal die Schanze angeschaut. Nach einem Sprung kann man nicht viel sagen, ich hoffe nur, dass das Wetter besser wird", so Seifriedsberger.

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