Sa, 26. Mai 2018

DSV-Pleite

17.02.2009 18:33

434.394 Euro fehlen - Konkursverfahren eröffnet

Nach Flavia Solva, das 1997 wegen 341.000 Euro "crashte", Sturm Graz (2006: 11,2 Millionen) und GAK (2007: 17,5 Millionen) geht auch DSV Leoben in Konkurs - besser gesagt: die "DSV Steirischer Fußballverein Gmbh", welche den Profibetrieb vermarktete. Die beim Landesgericht Leoben von Klubanwalt Dr. Fetz angemeldeten Außenstände betragen 434.394 Euro.

Gläubiger sind Finanz, Krankenkasse und die Spieler, die wegen der ausstehenden Gehälter von November bis Jänner aus ihren Verträgen ausgetreten sind. Masseverwalter Dr. Erwin Bajc soll die Causa laut Kreditschutzverband 1870 bis zur Prüfungstagsatzung am 22. April abwickeln.

Zwangsausgleich unmöglich
Ursache für den Kollaps war der Finanzcrash von Ex-Präsident Hans Linz. Weil die GmbH keine Aktiva hat, ist ein Zwangsausgleich unmöglich - es bleibt vermutlich nur die Schließung der GmbH.

Zukunft heißt Regionalliga - auch bei Klassenerhalt
Sportlich meldete DSV-Geschäftsführer Kindlinger am Montag bei der Präsidentenkonferenz in Wien, dass der Verein DSV die ADEG-Liga-Saison in abgespeckter Form unter Hilfe von Förderungen und TV-Geld fertigspielt, sich dann in die Regionalliga zurückzieht, "selbst wenn wir unser Ziel, den sportlichen Klassenerhalt, schaffen sollten. So sehen's die Statuten im Konkursfall vor."

Sofortiger Lizenzentzug?
Die Bundesliga goutiert, dass DSV fertig spielen will - auch wenn Wr. Neustadt wegen Wettbewerbsverzerrung sofortigen Lizenzentzug fordert, wie Kindlinger hörte.

von Volker Silli, "Steirerkrone"

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