Das freie Wort

400 AUA Flüge fallen aus

Die AUA hat in Österreich 767 Millionen ¤ an Hilfen beantragt, schrieben die Zeitungen am 28. 4. 2020. Es geht um rückzahlbare Kredite und Zuschüsse. Wie viel der Summe als Kredit gewährt werden, und wie viel als Zuschuss NICHT zurückgezahlt werden muss, sei noch offen und Gegenstand von Verhandlungen. Wir reden hier von einer deutschen Tochterfirma, wo die Mutter Lufthansa heißt, die wiederum vom deutschen Steuerzahler mit Milliarden gerettet werden sollte. Niemand weiß bis zum heutigen Tage, ob diese staatlichen Zuschüsse gereicht haben, oder ob noch nachgebuttert werden musste. Die Lufthansa wehrt sich gegen zu viel an staatlichem Einfluss, sagen die führenden Herren der Airline. Vizekanzler Kogler sagte im ORF-Report, es werde für die Staatshilfen Vereinbarungen brauchen, insbesondere mit der AUA-Mutter Lufthansa. Die Zusagen wurden gemacht, obwohl man wusste, dass die Passagierzahlen sich im rasenden Sinkflug befanden und keine Aussicht auf rasche Erholung der misslichen Situation demnächst zu erwarten war. Wie viel Geld tatsächlich geflossen ist und welche Garantien unsere türkis-grünen Verhandler für den österreichischen Steuerzahler ausverhandelt haben, wird vielleicht eines Tages der Rechnungshof veröffentlichen. Und jetzt pocht der Chef der Gewerkschaft vida, Herr Roman Hebenstreit, auf eine Anhebung der Gehälter auf das Niveau der Lufthansa. 18% für Flugbegleiter und Piloten sowie 28% für Co-Piloten. Meines Erachtens sind das keine fairen Verhandlungen von Herrn Hebenstreit, sondern reine Erpressung auf dem Rücken von 50.000 Passagieren.

Erich Nöstlehner, per E-Mail

Erschienen am Fr, 29.3.2024

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