War Teamspieler

Nach schwerer Krankheit! Ex-Austrianer ist tot

Auch wenn er nicht lange bei den „Veilchen“ erblüht sein mag, ist er dank 13 Pflichtspiel-Einsätzen in der Saison 1997/98 doch auch ein Austrianer gewesen – und nun ist die Trauer groß, denn Mukhsin Mukhamadiev ist tot! Der gebürtige Tadschike, der sowohl den Teamdress Russlands als auch jenen Tadschikistans getragen hatte, starb im Alter von gerade einmal 59 Jahren nach schwerer Krankheit, im vergangenen Sommer hatte er mehrere Schlaganfälle erlitten ...

In tadschikischen und russischen Medien wird Mukhamadiev als wahre Fußball-Legende beschrieben, die einen „unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung des tadschikischen Fußballs“ geleistet habe und „für immer in der Erinnerung von Fans, Kollegen und Schülern weiterleben“ werde. Der Fußball-Verband Tadschikistans sprach „der Familie und den Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid“ aus.

Teamspieler für Russland und Tadschikistan
Abseits seiner fernöstlichen Heimat, wo er vor allem für Haupstadt-Klub Pamir Dushanbe seine Knochen hinhielt, zu UdSSR-Zeiten noch vor Austria-Legende Rashid Rakhimov Top-Goalgetter war, spielte er auch in Russland für Spartak Moskau (Meistertitel 1994, 17 Tore in 39 Pflichtspielen), Lok Moskau oder Lokomotiv Nizhny Novgorod. Nach seiner aktiven Karriere war er auch Sportdirektor von Rubin Kasan (Meister 2008 und 2009!) in Russland, Teamchef von Tadschikistan oder etwa Meistertrainer beim tadschikischen Klub FC Istiklol (2018).

Nächster Verstorbener aus der 1997/98er-Mannschaft
Was seine Zeit bei der Austria anbelangt (1. Jänner 1998 bis 1. Juli 1998), hatte Mukhammadiev wohl das Pech, in einer Umbruchphase zu den „Veilchen“ gestoßen zu sein. Mit Visionär Wolfgang Frank auf der Trainerbank und einer ohne Visionen zusammengestellten Mannschaft reichte es am Ende der Saison nur zu Platz 7, mit 41 Punkten Rückstand auf SK Sturm Graz (selber hatte die Austria gerade einmal 40).

Mukhamadiev ist übrigens nicht der einzige Verstorbene aus den Reihen der 1997/98er-Mannschaft der Austria. Bereits vor rund zehn Jahren starb Trifon Ivanov, der seine Bundesliga-Karriere nach erfolgreichen Jahren beim SK Rapid für ein halbes Jahr lang in der Herbstsaison 1997 in Wien-Favoriten ausklingen hatte lassen ...

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