Fr, 19. April 2019
10.12.2017 14:26

Heim-Weltcup

Debakel für ÖSV-Biathlon-Staffel in Hochfilzen

Die österreichische Biathlon-Staffel mit Daniel Mesotitsch, Simon Eder, Felix Leitner und Julian Eberhard hat am Sonntag beim Heimweltcup in Hochfilzen ein Debakel erlebt. Der 19. Platz ist alles andere als zufriedenstellend. In der abschließenden Damenstaffel war Österreich aufgrund von Erkrankungen von Lisa Hauser und Dunja Zdouc nicht am Start.

Es war nicht der Tag der Österreicher: Nach vier Strafrunden und insgesamt 17 Nachladern wurde Schlussläufer Eberhard unmittelbar nach dem vorletzten Schießen vom führenden Norweger Lars Helge Birkeland überrundet, aus dem Rennen genommen und als 19. gewertet.

Das war bisher nur einmal, vor fast drei Jahren in Oberhof, passiert. Norwegen gewann auch ohne die Brüder Bö bei starkem Wind überlegen.

Mesotitsch übergibt als 23.
Die Österreicher gerieten von Beginn an ins Hintertreffen. Mesotitsch musste nach dem Stehend-Anschlag zwei Strafrunden drehen und übergab nur als 23. Eder kam ohne Straferunde durch (4 mal Nachladen), doch Leitner verzeichnete auch körperlich einen Einbruch (2 Strafrunden) und damit war der mit fast sechs Minuten Rückstand gestartete Eberhard chancenlos. Der Elfte von Sprint und Verfolgung wurde nach dem vorletzten Schießen von Norwegen überrundet. 17-maliges Nachladen zusätzlich zu den vier Strafrunden hatte die Österreicher enorm viel Zeit gekostet.

"Wenn man beim Schießen bei diesen Bedingungen von Anfang an nicht mitkommt, ist man verloren", sagte ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner zum Debakel im ersten von drei Weltcup-Staffelbewerben vor den Olympischen Spielen. Das Abschneiden sei bitter, meinte der Oberösterreicher. "Obwohl uns mit Dominik Landertinger noch ein starker Mann fehlt, hätten wir das Potenzial, um mitzumischen." Bei der Heim-WM im vergangenen Februar hatte das ÖSV-Quartett Bronze geholt.

Der starke Wind bereitete vor allem beim Stehend-Schießen große Probleme und sorgte wegen des Nachladens für immense Abstände. Von den Läufern der ersten drei Staffeln - Norwegen (keine Strafrunde/9 Mal Nachladen) gewann 1:54,9 Minuten vor Deutschland (0+17) und 2:34,0 vor Frankreich (3+13) - schaffte nur Norwegens Altmeister Ole Einar Björndalen stehend einen "Nuller".

Mesotitsch fand keine Erklärung. "Ich habe die ersten zwei Scheiben getroffen, dann ging nichts mehr", sagte der 41-Jährige. Eder hatte angesichts der böigen Windbedingungen auf das Stehend-Einschießen verzichtet und kam mit zweimaligem Nachladen durch. Die Bedingungen seien "sehr grenzwertig" gewesen, meinte der 31-Jährige.

"Wir versuchen, bis Jänner wieder dabei zu sein"
"Für die Staffel brauchen wir alle Topleute. Wir müssen versuchen, uns jetzt nicht drausbringen zu lassen", sagte Eder mit Blick auf die kommenden Bewerbe. Gösweiner meinte, die Topathleten Eder und Julian Eberhard seien gut bei der Elite dabei, die anderen müssten sich jeder für sich verbessern. "Wir versuchen, bis Jänner wieder dabei zu sein." Das Potenzial, alle sechs Athleten für die Verfolgung zu qualifizieren und in den Punkterängen zu landen, sei da.

Belgien hatte nach zwei Läufern mit dem gebürtigen Deutschen Michael Rösch und dem Franzosen Florent Claude vorne mitgehalten, am Ende blieb aber nur der 16. Platz. Die Norweger gewannen auch ohne die in den bisherigen Einzelbewerben so erfolgreichen Brüder Johannes Thingnes (3 Siege) und Tarjei Bö (1). Björndalen, Henrik L'Abee-Lund, Erlend Bjöntegaard und Lars Helge Birkeland stellten den Erfolg sicher.

Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich schonte sich am Sonntag für seine Heim-Bewerbe in Annecy/Le Grand Bornand am kommenden Wochenende.

Damen konnten nicht starten
Die heimische Damen-Staffel konnte nach den Ausfällen von Lisa Theresa Hauser am Samstag und von Dunja Zdouc am Sonntag gar nicht antreten. Damit blieben die zwei elften Ränge von Julian Eberhard die besten ÖSV-Platzierungen vor insgesamt 27.300 Zuschauern im Tiroler Biathlon-Zentrum. Zu den Staffelrennen waren 10.900 Besucher gekommen.

Deutschlands Biathletinnen haben am Sonntag in der Damen-Staffel in Hochfilzen so wie bei der WM an gleicher Stelle im Februar triumphiert. Fünffach-Weltmeisterin Laura Dahlmeier vollendete den Erfolg nach der Vorarbeit von Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Maren Hammerschmidt mit 44,9 Sekunden Vorsprung auf Olympiasieger Ukraine und 1:04,5 auf Frankreich.

Hammerschmidt setzte sich dank fehlerfreiem Stehend-Schießen von den Konkurrentinnen ab und machte damit der in Hochfilzen nach einer Erkältung verspätet in den Weltcup eingestiegenen Dahlmeier die Aufgabe etwas leichter.

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