Di, 11. Dezember 2018

Betreuer attackiert

20.10.2017 06:30

Nachts gab es nichts zu essen: Prügel im Asylheim

Wilde Szenen haben sich in einer staatlichen Unterkunft für Asylwerber im burgenländischen Bezirk Eisenstadt-Umgebung abgespielt. Mitten in der Nacht hatten zwei Bewohner Hunger. Weil der Betreuer nur Semmeln und Brot hatte, schlug ein 20-jähriger Marokkaner brutal auf ihn ein. Der attackierte 33-Jährige setzte seinen Pfefferspray ein, die Polizei musste anrücken.

Der aufsehenerregende Vorfall ereignete sich Mittwochnacht in der Bundesbetreuungsstelle in Klingenbach. Kurz vor 1 Uhr beklagten ein 26-jähriger Algerier und ein 20-jähriger Marokkaner, dass sie Hunger hätten. Energisch forderten die beiden Asylwerber vom einzigen Mitarbeiter Essen. Der Angestellte aus dem Bezirk Eisenstadt konnte ihnen jedoch nicht viel anbieten, lediglich Gebäck.

Schlag ins Gesicht
Prompt eskalierte die Situation, der Marokkaner rastete völlig aus. Zuerst stieß Abdel Wahed A. den 33-jährigen Mitarbeiter weg, dann schlug er mit der Faust auf den überraschten Mann ein. Der junge Asylwerber war derart aggressiv, dass sich der Betreuer nur noch zu helfen wusste, indem er zu seinem Pfefferspray griff und in Richtung des Angreifers sprühte. Zwar erwischte es den rabiaten Marokkaner ein wenig, deutlich mehr von der Ladung bekam aber der algerische Kompagnon ab: Der 26-Jährige wurde im Gesicht getroffen. Er sackte zu Boden, blieb reglos liegen. Die Polizei wurde alarmiert.

"Der Patient war nicht ansprechbar", berichteten Sanitäter. Der Asylwerber wurde ins Krankenhaus in Eisenstadt eingeliefert.

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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