19.10.2017 06:50 |

Razzien in Wien

Frauen mit Voodoo zum Sex gezwungen

Blaulicht trifft auf Rotlicht: Im Zuge der Europol-Operation "Dragon" streiften Dutzende Beamte durch Wien und kontrollierten 32 Freudenhäuser sowie den Straßenstrich. Elf Verdächtige wurden festgenommen, zwölf mutmaßliche Sexsklavinnen befreit.

38 Ermittler, unter ihnen Beamte aus Kärnten, Salzburg, der Steiermark, Nieder- und Oberösterreich, tauchten jüngst in die Wiener Rotlichtszene ein. Für die Jagd auf illegale Prostitution und Menschenhändler.

151 Personen wurden bei der Operation "Dragon" kontrolliert, in 32 Lokalen (Bordelle, Laufhäuser, Studios) Razzien durchgeführt. Und auch durch das für den Straßenstrich berüchtigte Stuwerviertel in der Leopoldstadt streiften die Fahnder.

Elf Festnahmen, zwölf Opfer befreit, 37 Anzeigen
Mit Erfolg: Elf Frauen aus Nigeria bzw. Südamerika befanden sich illegal im Land und wurden festgenommen. Zwölf Sexsklavinnen aus Nigeria, die mithilfe von Voodoo zur Prostitution gezwungen worden waren, konnten befreit werden. Zudem setzte es 37 Anzeigen.

Die Ermittlungen gehen aber weiter - dank sichergestellter Handydaten will man den international agierenden Hintermännern das Handwerk legen. "Prostitution ist eine der verabscheuungswürdigsten Formen des Menschenhandels und kann nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit bekämpft werden", so Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP).

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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