Di, 19. Juni 2018

VPN hilft - noch!

21.09.2017 07:22

China: WhatsApp-Blockade durch Regierung droht

Die zweite Störung des Kurznachrichtendienstes WhatsApp in China innerhalb von zwei Monaten hat Befürchtungen über eine völlige Blockade geweckt. Nutzer beklagten, dass der Service nur noch über VPN-Tunnelverbindungen funktionierte, mit denen Internetsperren umgangen werden können. Nach einigen Stunden lief der Dienst allerdings wieder störungsfrei.

Schon im Juli gab es eine Unterbrechung, die Sorgen weckte, dass die chinesische Regierung den Dienst komplett sperren könnte. Da WhatsApp die Nachrichten verschlüsselt, können sie von den chinesischen Überwachungsorganen nicht mitgelesen werden.

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch alle Google-Dienste oder die Videoplattform YouTube, internationale Medien wie die "New York Times", das "Wall Street Journal" oder Webseiten, welche die Politik Pekings kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, sind in der Ein-Parteien-Diktatur China nicht erreichbar.

VPN-Dienste unter Beschuss
Viele Chinesen nutzen deswegen kommerzielle Tunneldienste, um mit solchen geschützten Verbindungen die Zensur zu umgehen und somit über die "Große Firewall" zu klettern. Allerdings hat die Regierung angekündigt, die - heute ohnehin schon häufig gestörten - Tunnel künftig komplett blocken zu wollen. Apple hatte im Juli auf chinesische Anweisung hin solche Programme für VPNs (Virtual Private Network) aus dem chinesischen App-Store entfernt, was heftige Kritik ausgelöst hatte.

Ausländische Unternehmen in China sind besorgt, dass sie künftig auch ihre firmeneigenen Tunnel nicht mehr benutzen können und ihre Geschäftsgeheimnisse damit nicht mehr sicher sind.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.