Fr, 22. Juni 2018

Nach vier Coups

06.09.2017 16:19

Geständig: Mutmaßlicher Feuerteufel (59) überführt

Großes Aufatmen in St. Ulrich im Pillerseetal! Die Polizei konnte nun einen mutmaßlichen Feuerteufel ausforschen, der Ende August das Hackschnitzellager des örtlichen Fernheizwerkes abgefackelt haben soll. Doch damit nicht genug: Im Zuge der Einvernahmen gestand der 59-Jährige drei weitere Brandstiftungen…

Dienstag, 29. August: In St. Ulrich und den umliegenden Gemeinden heulten kurz vor 17 Uhr die Sirenen auf. Das Hackschnitzellager des Fernheizwerkes stand in Vollbrand. Gewaltige Flammen schlugen aus dem Gebäude - kilometerweit war eine dunkle Rauchsäule zu sehen! Dutzende Florianijünger kämpften stundenlang gegen die Feuerbrunst an. Doch das Lager brannte komplett nieder. Der Schaden: über 300.000 Euro.

Das Feuer wurde gelegt! "Aus polizeilicher Sicht mussten wir damals massiv davon ausgehen. Nicht zuletzt deshalb, weil es bereits Mitte Juli dort brannte und Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden konnte. Das Feuer wurde dazumal aber rechtzeitig entdeckt und konnte gelöscht werden. Es entstand nur geringer Schaden", schildert Markus Hammerl vom LKA Tirol.

Intensive Ermittlungen führten nun zum mutmaßlichen Feuerteufel! Es handelt sich um einen 59-jährigen Ostösterreicher, der bis zuletzt in St. Ulrich gelebt haben soll. Leicht machte er es den Ermittlern aber nicht.

"Umfassendes Geständnis"

"Am Anfang leugnete der Verdächtige alles. Dann legte er aber doch noch ein umfassendes Geständnis ab", erklärt Hammerl. Und das hatte es in sich: Der 59-Jährige gab offenbar nicht nur die beiden Brandstiftungen beim Fernheizwerk zu, sondern auch noch zwei weitere.

Sogar im Burgenland Brand gelegt

Bereits im November 2015 soll der Mann einen Schuppen in St. Ulrich angezündet haben - in unmittelbarer Nähe von Häusern. Die Flammen griffen damals auf eine Garage über. Zudem soll der Verdächtige für einen Holzlager-Brand in Mattersburg (B) im Jahr 2011 verantwortlich gewesen sein. Sein Motiv ist völlig unklar. Er wurde in die Innsbrucker Justizanstalt eingeliefert.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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