Mo, 25. Juni 2018

18.000 Flüchtlinge

01.09.2017 12:00

Ausländeranteil bei Schülern stieg um 13 Prozent

Im Schuljahr 2015/16 besuchten insgesamt 146.588 Kinder und Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich die Schule. Das ergibt einen Anteil von 13 Prozent. Gegenüber 2014/15 stieg der Ausländeranteil damit um 1,1 Prozentpunkte.

Neuere Zahlen - nämlich bereits jene aus dem Schuljahr 2016/17 - lieferte das Bildungsministerium der Servicestelle bezüglich des Anteils geflüchteter Kinder und Jugendlicher: Demnach wurden im abgelaufenen Schuljahr rund 18.000 Flüchtlinge an heimischen Schulen unterrichtet, teilte die Statistik Austria mit. Das entspricht einem Gesamtanteil von ungefähr 1,3 Prozent. Gegenüber dem Schuljahr 2015/16, wo 14.000 geflüchtete Kinder und Jugendliche gezählt wurden, stieg die Anzahl geflüchteter Schüler um 28,6 Prozentpunkte.

Höchster Anteil in Wien
Mit Abstand die meisten ausländischen Schüler besuchten im Schuljahr 2015/16 Wiener Schulen. Insgesamt 55.757 bedeuteten in der Bundeshauptstadt einen Anteil von 24,2 Prozent. In absoluten Zahlen gingen in dem Zeitraum nach Wien die meisten Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit in oberösterreichische Schulen (20.784). Am geringsten war der Ausländeranteil im Burgenland (9,1 Prozent) und in Niederösterreich (8,4 Prozent).

Jeder fünfte an Polytechnischen Schulen
Sehr unterschiedlich sind die Schüler ohne österreichischen Pass auch auf die verschiedenen Schultypen verteilt: An Polytechnischen Schulen hatte demnach jeder fünfte Schüler eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ähnlich hoch war ihr Anteil in Sonderschulen (19,3 Prozent). An den Neuen Mittelschulen (NMS) und Volksschulen wurde ein Anteil von 15,8 bzw. 15,3 Prozent verzeichnet. An AHS machten ausländische Schüler 2015/16 hingegen nur zehn Prozent der Schülerschaft aus.

Die zahlenmäßig größten Gruppen stellten Schüler aus der Türkei (15.463) und aus Deutschland (14.693). 13.887 Kinder und Jugendliche kamen aus Serbien und Montenegro. Aus Bosnien-Herzegowina und Kroatien waren es 10.752 bzw. 8.997.

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