02.04.2017 15:39 |

Antisemitismus in D

Jüdischer Jugendlicher verlässt aus Angst Schule

Anhaltende Anfeindungen und Übergriffe haben einem 14-jährigen jüdischen Schüler einer Berliner Schule dermaßen zugesetzt, dass er aus Angst die Lehranstalt verlassen hat. Dies berichten mehrere deutsche Medien. In einem offenen Brief zeigt sich die Leitung der Gesamtschule Friedenau entsetzt über den antisemitischen Vorfall an ihrer Schule.

Die Mutter des Burschen hatte der englischsprachigen Zeitung "The Jewish Chronicle" von dem Vorfall berichtet. Auch der "Tagesspiegel" berichtete darüber. Die Schulleitung teilte auf ihrer Internetseite mit, dass sie gegen die mutmaßlichen Täter Strafanzeige erstattet habe. Außerdem wolle sie schulische Ordnungsmaßnahmen gegen die Jugendlichen einleiten. Laut "Tagesspiegel" haben an der Schule etwa 75 Prozent der Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch, viele kommen aus türkischen oder arabischen Familien.

Der jüdische Schüler soll bereits vor einigen Monaten von Mitschülern beleidigt worden sein, nachdem er von seiner Religionszugehörigkeit berichtet hatte, wie "The Jewish Chronicle" schrieb. "Du bist eigentlich ein cooler Typ, aber ich kann nicht mit dir befreundet sein", soll einer der Mitschüler gesagt haben, sowie: "Juden sind alle Mörder."

Von Mitschülern in Bushaltestelle attackiert
Schulleiter Uwe Runkel bestätigte dem "Tagesspiegel" lediglich den ersten Teil der Aussage. Vor rund zwei Wochen hatten den Berichten zufolge dann zwei Mitschüler den 14-Jährigen an einer Bushaltestelle in den Schwitzkasten genommen und mit einer Spielzeugpistole Plastikteile auf ihn geschossen. "Leider ist das kein Einzelfall, wir hören immer wieder von solchen Angriffen", sagte Levi Salomon, Sprecher und Koordinator des Vereins Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, dem "Tagesspiegel".

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