So, 19. August 2018

Drama in St. Anton

17.03.2017 19:53

Erneuter Lawinenabgang in Tirol: Zwei Tote

In Tirol hat es erneut einen tödlichen Lawinenabgang gegeben. In St. Anton ging am Freitag ein Schneebrett ab und riss drei Sportler mit sich. Zwei von ihnen - es handelt sich um deutsche Staatsbürger - kamen dabei ums Leben, das dritte Opfer wurde teilverschüttet und konnte gerettet werden. Erst am Mittwoch waren acht Schweizer Alpinisten von einer Monsterlawine erfasst und mitgerissen worden. Vier Männer kamen bei diesem bis dato größten Lawinenunglück dieses Winters ums Leben.

Die Opfer vom Freitag waren Teil einer insgesamt fünfköpfigen Gruppe, die von einem 44-jährigen Einheimischen geführt wurde. Die Variantenfahrer befanden sich im Bereich des "Hinteren Rendl" im freien Skiraum und fuhren einzeln ab, als die Lawine gegen 12.30 Uhr abging. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte sich das Schneebrett gelöst haben, als der Letzte der Gruppe - ein 32 Jahre alter Deutscher - in den Hang fuhr.

Tote lagen zweieinhalb Meter unter der Oberfläche
Die Schneemassen erfasste ihn sowie die zwei weiteren Sportler im Alter von 45 und 61 Jahren und rissen sie mit sich. Letztere wurden von der Lawine gänzlich verschüttet, der 32-Jährige nur zum Teil - er konnte von seinen Kameraden geborgen werden.

Für die beiden anderen Opfer kam jede Hilfe zu spät. Sie befanden sich rund zweieinhalb Meter unter der Schneeoberfläche und konnten von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. Neben der Alpinpolizei standen mehr als 20 Mann der Bergrettung, drei Lawinensuchhunde und zwei Hubschrauber im Einsatz.

Lawinengefahr war als mäßig eingestuft
Die Experten des Lawinenwarndienstes hatten die Gefahr am Freitag oberhalb von etwa 2200 Metern als mäßig eingestuft. Darunter war sie gering, stieg aber im Tagesverlauf auf Stufe zwei der fünfteiligen Skala an. Gewarnt wurde abermals vor Gefahrenstellen in sehr steilen, bisher wenig verspurten Schattenhängen oberhalb von rund 2200 Metern.

Niederländer nach Lawinenabgang im Spital gestorben
Ein weiteres Todesopfer ist nach einem Lawinenabgang am Montag in Sölden zu beklagen: Ein 35 Jahre alter Niederländer, der mit seinem Snowboard von einem Schneebrett erfasst worden war und nach seiner Bergung wiederbelebt werden musste, erlag in der Innsbrucker Klinik seinen Verletzungen, berichtete die Polizei am Freitag.

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