Nach Anschlagsplänen

U-Haft über Terror-Teenager (17) verhängt

Österreich
24.01.2017 14:05

Über den 17-jährigen Lorenz K., der einen Bombenanschlag auf die österreichische Bundeshauptstadt geplant hatte und sogar schon Testbomben in Deutschland gebaut haben soll - wie Innenminister Wolfgang Sobotka am Dienstag erklärte -, ist nun die Untersuchungshaft verhängt worden. Der Teenager befindet sich in der Justizanstalt Josefstadt und soll dort in Einzelhaft untergebracht werden.

Unter anderem wird dem 17-Jährigen "Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr" vorgeworfen. Bereits am Montag war seitens der Staatsanwaltschaft Wien der Antrag auf U-Haft eingebracht worden, wie Sprecherin Nina Bussek sagte.

Experten: Bislang brisantester Terror-Fall in Österreich
Laut Expertenmeinungen handle es sich bei diesem Fall um den brisantesten, den es bisher in Österreich bezüglich dschihadistischen Terror gegeben habe. Es sei bei dem 17-Jährigen wohl nicht eine Frage des Wollens gewesen, eher eine Frage der Möglichkeiten und der Fähigkeiten. Der Bursche soll mit seinem 21 Jahre alten Komplizen aus Deutschland in dessen Wohnung in Neuss mit Schwarzpulver hantiert bzw. experimentiert haben.

In diesem Haus im deutschen Neuss stürmte das SEK die Wohnung des mutmaßlichen Komplizen. (Bild: APA/dpa/Federico Gambarini)
In diesem Haus im deutschen Neuss stürmte das SEK die Wohnung des mutmaßlichen Komplizen.

Sprengstoff war bei der Stürmung der Wohnung am Samstag nicht gefunden worden, auch liegen keine Mengenbezeichnung oder eine genaue Beschreibung der möglichen Auswirkungen der Sprengungen vor. Es sei aber offenbar nicht darum gegangen, die volle Detonationskraft hervorzurufen, sondern nur darum zu schauen, ob es funktioniert, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Ralf Herrenbrück, sagte.

Zwölfjähriger in Krisenzentrum
Ein erst zwölf Jahre alter weiterer mutmaßlicher Komplize des IS-Sympathisanten, der in der polizeilichen Einvernahme dem IS "die Treue geschworen" hatte, wurde mittlerweile in einem Krisenzentrum untergebracht. Das Jugendamt hatte die Familie des Buben bereits seit längerer Zeit im Fokus, da sich das Kind geweigert hatte, die Schule zu besuchen.

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