Do, 18. Oktober 2018

Heiß auf Heilung

29.10.2016 16:40

Nicht sofort die Temperatur senken!

Niemand leidet gerne unter Hitzewallungen, kombiniert mit Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Trotzdem sollte man dem Fieber eine Chance geben und es nicht vorzeitig senken! Wer "glüht", nützt nämlich eine sinnvolle Abwehrfunktion des Körpers.

Diese "hausgemachte Erwärmung des Körpers" ist eine wichtige Funktion des Immunsystems. Die Temperatur steigt, weil der Organismus so gegen Krankheitserreger vorgehen kann. Diese vermögen sich nämlich dann schlechter zu vermehren als bei normaler Wärme. Hauptursache sind Infektionen, etwa mit Bakterien, Viren, Parasiten und anderen Krankheitserregern.

Verschiedenste Leiden (Schilddrüse, Krebs, Tropenkrankheiten) können ebenfalls für immer wiederkehrende Schübe verantwortlich zeichnen. Bei regelmäßigen Symptomen unbedingt abklären lassen!

Medikamentendosis nicht selbst erhöhen!
Steigt das Fieber über 39 Grad Celsius, stellt das eine sehr große Belastung dar und kann auch wichtige Körperfunktionen beeinträchtigen. Medikamente zur Senkung aber nur maximal zwei bis drei Tage in der vorgeschriebenen Dosierung einnehmen! Falls diese nicht ausreicht, um eine Erleichterung zu erzielen, keinesfalls eigenmächtig erhöhen - eine bessere Wirkung ist damit kaum zu erwarten. In diesem Fall einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn das Leiden nach 24 Stunden nicht sinkt oder erneut aufflammt.

Kinder sind deutlich öfter betroffen, sie erhitzen meist rasch. Erst Temperaturen von über 38,5 Grad Celsius werden bei den Kleinen überhaupt erst als "echtes Fieber" bezeichnet. Deshalb nicht zu früh zu Arzneien greifen, um die natürliche Funktion der Abwehr nicht zu stören! Es muss auch nicht immer etwas Ernsthaftes hinter solchen Attacken stecken, die oft schon am nächsten Tag vorüber sind. In seltenen Fällen treten bei Sprösslingen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Fieberkrämpfe auf. Wichtig ist bei diesem für die Eltern oft schockierenden Erlebnis, die Ruhe zu bewahren. In den meisten Fällen verläuft das Ereignis unproblematisch, trotzdem den Arzt aufsuchen!

Regelmäßig Fieber messen
Abhängig vom Gerät erfolgt die Messung in der Achsel (axillar), im Mund (oral), im After (rektal) sowie im Ohr (aurikulär) oder auf der Stirn. Beachten Sie, dass verschiedene Körperstellen auch unterschiedliche Messwerte liefern: Unter der Achsel kommen meist 0,5 bis 1,0 niedrigere Werte zustande - viel zu ungenau bei Kindern! Das Fieber rektal zu bestimmen, ist die zuverlässigste, wohl aber auch die unangenehmste Art. Die Spitze des Thermometers wird mit Vaseline bestrichen und 1,5 cm eingeführt. Wer - vor allem beim Nachwuchs - lieber im Ohr misst, der sollte beachten, dass die Werte 0,5 Grad unter den rektal ermittelten liegen. Mit digitalen Geräten geht die Messung schneller.

Am besten ist es, Fieber regelmäßig zu bestimmen, weil die Werte im Tagesverlauf schwanken: In der Früh liegen sie um 0,5 Grad höher als in den Abendstunden. Notieren, um dem Arzt einen Verlauf präsentieren zu können - das ist mitunter wichtig für die gezielte Behandlung.

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