Mo, 24. September 2018

ÖFB-Abwehrchaos

10.10.2016 08:46

Nach Quali-Pleite schrillen die Alarmglocken

Ein absolutes Chaos in der Abwehr bescherte dem ÖFB-Nationalteam die erste Niederlage in einem Qualifikationsspiel seit Oktober 2013 (siehe Video oben). Nach der 2:3-Pleite in Belgrad liegen David Alaba und Co. mit vier Punkten aus drei Spielen auf dem vierten Tabellenplatz. Ein herber Rückschlag im Kampf um die WM-Qualifikation. Trainer Marcel Koller sprach nach dem Spiel sogar von einem mentalen Problem.

"In der ersten Hälfte waren wir nicht sehr kompakt in der Defensive. Dazu haben wir in der Vorwärtsbewegung unnötig die Bälle verloren. Die Serben haben sehr gute Fußballer, die das brutal ausgenutzt haben, sie haben aus vier Chancen drei Tore gemacht", analysiert Koller.

Was ist nur mit der ÖFB-Abwehr los? In den ersten drei WM-Qualispielen kassierte die Koller-Elf bereits sechs Gegentore. Das ist zu viel, das weiß auch der Teamchef: "Das ist ein mentales Problem. Die Spieler müssen sich in den Arsch kneifen, die letzten zehn Meter nach hinten zustellen. Diese Erfahrung nehmen wir mit."

Janko: "Zu blöd angestellt"
Stürmer Marc Janko übte nach der Pleite Selbstkritik: "Wir haben uns zu blöd angestellt bei den Gegentoren. Wir waren zu nachlässig, haben ihnen zu leicht die Räume freigegeben."

Für Kapitän Julian Baumgartlinger war die Niederlage besonders schmerzhaft. Der 28-jährige Salzburger musste verletzt ausgewechselt werden, ebenso wie Aleksandar Dragovic, der seit der enttäuschenden EM nicht zu alter Stärke zurückfindet. Beide Spieler sind bei ihrem neuen Arbeitgeber Leverkusen zum Zuschauen verdammt, das wirkt sich auch im Nationalteam aus.

Wimmer in der Kritik
Hinzu kommt das gewagte Experiment mit Kevin Wimmer. Der 23-jährige Verteidiger ist bei Tottenham nicht die erste Wahl und agierte im Spiel gegen Wales und auch gegen Serbien äußerst fehlerhaft. Bei den krone.at-Lesern kommt bereits Kritik auf. Ein User schrieb auf Facebook: "Ist zu hinterfragen, ob der Kevin Wimmer, ohne Spielpraxis, der richtige Mann ist, um einen Bale oder Tadic zu decken; alle beide waren bekanntlich bei unseren Gegentoren massiv beteilig."

Und auch die Positionsfrage rund um David Alaba beschäftigt viele ÖFB-Fans. Warum kommt der Bayern-Legionär nicht in der Verteidigung zum Einsatz? "Da haben wir mit Alaba einen der weltbesten Linksverteidiger in der Mannschaft und Koller lässt ihn auf Biegen & Brechen nicht auf dieser Position spielen. Nein, Wimmer muss es sein", kommentierte ein User auf krone.at.

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