22.01.2016 16:10 |

HCB-Skandal

"Bürger halten Tal die Treue!"

Die Bürgermeister im Görtschitztal drängen nach dem Umweltskandal auf Lösungen! Bei der Präsentation des "Masterplans Görtschitztal" fordern die Ortschefs die rasche Sanierung der Deponie-Altlast, Hilfe von Land und Bund sowie Fördermittel. Auch die EU soll Millionen beisteuern. Trotz aller Rückschläge und Belastungen halte das Tal zusammen, heißt es.

Die Gemeindechefs von Eberstein, Kappel/Krappfeld, Guttaring, Hüttenberg, Brückl und Klein St. Paul haben gemeinsam mit dem Regionalmanagement Freitag die Strategien für das Tal präsentiert. Ziel sei es, mit einer Reihe an Maßnahmen das Tal als saubere und nachhaltige Region zu positionieren. "Es wird eine Reihe an Projekten geben. Wir werden eine große Imagekampagne starten", kündigt Wolfgang Müller, Vorsitzender des Zukunftskomitees an. Die notwendigen Millionen sollen aus EU-Programmen lukriert werden. Vom Land wird ein Eigenmittelfonds gefordert, der über die Jahre bedient werden soll, so der Plan.

Um die Ziele für das Görtschitztal zu erreichen, fordern die Bürgermeister einen Schulterschluss mit der Landesregierung und stärkere Unterstützung vom Bund; vor allem bei der Sanierung der Blaukalk-Deponie, die oberste Priorität habe. Denn die Lösung der Umweltprobleme und eine funktionierende Kontrolle sei Basis für alle weiteren Schritte.

"Wir sind im Stich gelassen worden. Der Masterplan ist jetzt ein Lebenszeichen", sagt Herbert Kuss, Bürgermeister von Guttaring. Gehofft wird, dass auch der Zusammenhalt im Tal wieder gestärkt wird. "Weggezogen ist wegen HCB aber niemand - die Bürger halten uns die Treue!", freut sich der Bürgermeister von Brückl. Nach der Aufnahme von Flüchtlingen ist die Einwohnerzahl von Klein St. Paul sogar gestiegen, so Bürgermeisterin Dörflinger.

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