Mo, 18. Juni 2018

Freund erschossen

14.03.2015 11:37

Mordprozess gegen 17-Jährigen startet am 23.März

Am 22. Juni 2014 starb der 16-jährige Marcel an einem Kopfschuss. Der Schütze war sein gleichaltriger Freund Sebastian – eine Drogenparty war außer Kontrolle geraten. Die Leiche hat er mit seinem Opa in Ungarn vergraben; der Verdächtige sprach immer von Notwehr. Am 23. März startet der zweitägige Prozess gegen den heute 17-Jährigen in Graz.

Der Horror spielte sich in den Nachtstunden im Sommer 2014 im Keller des Wohnhauses Körösistraße 3 in Graz ab. Dort, wo der 16-jährige Sebastian einen Party-Keller eingerichtet hatte. Gemeinsam mit seiner Bekannten Natascha (14) und Freund Marcel wird gefeiert, getrunken, und angeblich werden auch Drogen konsumiert.

Mehrfache Vergewaltigung
Irgendwann eskaliert die Situation. Die 14-Jährige soll mehrfach vergewaltigt worden sein. Angeblich von beiden Burschen. Marcel hätte mit seiner Pistole Sebastian dazu gezwungen. Daraufhin erschießt Sebastian den 16-Jährigen mit dem Gewehr seines Opas. "Notwehr", wie er später bei der Tatrekonstruktion angibt. Natascha musste alles mitansehen. Sebastian und sein Opa werden verhaftet.

Leiche in Ungarn vergraben
Am 1. Juli führt Sebastian die Ermittler im ungarischen Rábafüzes zur Leiche seines Freundes. Dorthin, wo er und sein Großvater sie verscharrt hatten. Der Pensionist hatte dem Enkel nämlich geholfen, den Tatort zu reinigen und die Leiche in einen Teppich gewickelt nach Ungarn zu transportieren.

Während der 86-Jährige nur kurze Zeit in Haft war, hat der 16-Jährige im Gefängnis seinen Prozess erwartet.

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