Stimmen zum Spiel

Rapid-Coach: „Ich bin nicht mit allem zufrieden“

Bundesliga
16.10.2026 22:52
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Rapid besiegte Hartberg mit 3:1. Hier lesen Sie die Stimmen der Partie (via Sky Sport Austria) ...

Johannes Hoff Thorup (Rapid-Trainer): „Ich bin glücklich über den Sieg. Es war ein bisschen härter, als wir erhofft haben. Ich bin nicht mit allem zufrieden. Es gab einige wirklich gute Momente, vor allem die Tore. Wir haben aber oft falsche Entscheidungen getroffen. Das Gute ist, wir gewinnen Spiele, auch wenn wir nicht bei 100 Prozent sind. Wir schauen immer kritisch auf unsere Leistung. Wir wollten höher und besser pressen und haben Hartberg am Ball zu viel Zeit gegeben. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen, hatten aber zu wenige Balleroberungen. Wenn wir nicht in diesem guten mentalen Zustand wären, hätte so ein Spiel auch 2:2 ausgehen können. Wir können jetzt Rückschläge viel besser wegstecken als in der letzten Saison.“

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Es war ein interessantes, gutes Spiel von zwei Teams, die sich auf Augenhöhe begegnet sind. Wir haben leider die erste Druckwelle nicht überstanden, aber danach haben wir unser Spiel auf den Platz bekommen. Ich hatte bis zum 1:3 immer das Gefühl, das Spiel noch in unsere Richtung lenken zu können. Rapid ist momentan sehr, sehr gut. Wir müssen die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen. Viele Spieler von uns haben zum ersten Mal vor so einer Kulisse gespielt, deshalb sehe ich das als positiven Event, nach dem wir uns weiterentwickeln werden. Ich bin davon überzeugt, dass unser Weg in die richtige Richtung geht und dass wir bald auch gegen große Mannschaften Punkte einfahren können.“

Ercan Kara (Rapid-Stürmer): „Es fühlt sich gut an. Ich glaube, es war keine einfache Partie. Hartberg hat meiner Meinung nach eine gute Partie hingelegt, aber ich glaube trotzdem, dass wir dominiert haben und sicher Phasen drin hatten, die richtig gut waren. Heute hatten wir aber auch Phasen, in denen wir nicht so gut waren. Wichtig ist am Ende, dass wir die drei Punkte geholt haben, und ich glaube, das zeigt unsere Mentalität. Wenn wir jetzt ein Jahr oder ein halbes Jahr zurückdenken, wäre es vielleicht anders gewesen. Aber ich glaube, dass wir jetzt wissen, wie wir mit solchen Situationen und den verschiedenen Phasen im Spiel umgehen können.“

…über seinen Assist zum 2:0: „Ich sage mal so: Wenn ich zehnmal in dieser Situation bin, haue ich ihn neunmal selbst rein. Aber ich weiß nicht. Ich habe aus dem Augenwinkel gesehen, dass am zweiten Pfosten Spieler frei waren, und ich habe mir gedacht, wenn ich ihn schön rüberlege, fühlt sich ein Assist natürlich auch schön an. Ja, und ich glaube, das ist doch schön, oder?“

Ercan Kara (re.)
Ercan Kara (re.)(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

…auf die Frage, ob gerade weniger Druck auf Rapid lastet: „Ich finde nicht, dass weniger Druck da ist, weil es zwar gerade gut läuft und jeder in guter Stimmung ist, aber trotzdem noch nichts gewonnen ist. Ich glaube, jeder von uns hat Druck, weil wir gut Fußball spielen, erfolgreich sein und einfach so weitermachen wollen.“

…vor dem Spiel über die Bedeutung eines möglichen Titelgewinns: „Also, es ist schwer in Worte zu fassen, weil ich auf Rapid stehe. Ich stehe mit Rapid auf, gehe mit Rapid schlafen gehe und habe am nächsten Tag wieder Rapid-Training. Ich werde immer alles dafür geben, um den Traum vom Titel in Erfüllung zu bringen. Und wir arbeiten hart daran, auch gemeinsam mit unseren Mitspielern. Natürlich sind wir auch Menschen, und wir reden darüber. Ich weiß einfach, was es bedeutet und wie groß die Sehnsucht ist. Ich erlebe es, ich spüre es, ich fühle es, und es ist einfach etwas Großes.“

Petter Nosa Dahl (Rapids Doppeltorschütze): „Ja, das war schon schwierig. Hartberg hat eine tolle Mannschaft. Es ist sehr schwierig, sie anzupressen, aber es ist wichtig, genau diese Spiele zu gewinnen.“

…über die Vorlage von Ercan Kara zum 2:0: „Eine tolle Vorarbeit. Ich hab fast gar nicht damit gerechnet, dass er den noch rüberspielt, aber bin natürlich glücklich drüber.“

Nosa Dahl (re.)
Nosa Dahl (re.)(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

…auf die Frage, was noch möglich ist: „Darüber sollten wir nicht zu viel sprechen. Das Wichtigste ist die Performance, sagt auch der Trainer. Dann gewinnen wir auch Spiele.“

Marco Hoffmann (Spieler TSV Egger Glas Hartberg): „Jetzt gerade ist es enttäuschend, es war mehr drin. Ich meine, die Mannschaft hat sehr viel Qualität für Rapid, das hat man gesehen. Bei den ersten zwei Toren waren wir einfach nicht in den Zweikämpfen und einen Schritt zu spät, und das wird halt gleich bestraft. In der Situation waren wir einfach alle einen Schritt zu spät und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Und dann, ja, wie gesagt, Rapid hat die Qualität, das auszuspielen, und dann sind wir hinten. Aber ich glaube, wir haben uns super zurückgekämpft. Dass das Tor dann abseits war, ist unglücklich, aber wie gesagt, macht nichts.“

Marco Hoffmann
Marco Hoffmann(Bild: GEPA)

… auf die Frage, was man von dem Spiel mitnimmt: „Es hat gute Phasen gegeben, in denen wir einfach gezeigt haben, was für eine Qualität wir haben. Und jetzt heißt es wieder arbeiten. Am Samstag geht es weiter. Für uns heißt es einfach, Woche für Woche den Plan umzusetzen, und dann werden wir unsere Punkte machen.“

Magnus Dalpiaz (Spieler TSV Egger Glas Hartberg): „Ich glaube schon, dass mehr drin gewesen wäre. Ich finde, wir haben über weite Strecken des Spiels eine sehr gute Leistung gezeigt und sind sehr mutig aufgetreten. Dann war natürlich das Abseitstor bitter, aber ich glaube, dass wir auch danach weiterhin gut nach vorne gespielt haben. Wir haben ein paar Aktionen schlecht verteidigt, und da haben sie halt die Qualität, die Tore zu machen.“

…auf die Frage, was heute für ein Comeback gefehlt hat: „Ich würde sagen, es hat uns an Konsequenz im letzten Drittel gefehlt. Wir sind oft sehr gut nach vorne gekommen, haben dann aber rund um den Sechzehner nicht die richtigen Lösungen gefunden. Und dann wird es halt schwer, Tore zu machen.“

…darüber, was man aus dem Spiel mitnimmt: „Ich glaube schon, dass man Positives mitnehmen kann, weil wir eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Wir müssen einfach weiter dranbleiben und an den Themen arbeiten, die wir haben. Dann bin ich mir sicher, dass wir auch weiterhin mehr Tore machen.“

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