2026 hat uns vor Augen geführt, was der menschengemachte Klimawandel bedeutet: Ausgetrocknete Böden, historische Tiefstände in Österreichs Seen, ein Sommer, dessen Hitze keine Pause kannte. Die Antwort der Regierung: ein neues Klimagesetz. Doch reicht das, um 2040 klimaneutral zu werden?
Die historische Dürre war letztlich auch der Auslöser für die aktuelle Einigung: Gemeinsam mit Hilfen für die schwer getroffenen Landwirte wurde das lange blockierte Klimaschutzgesetz durchgeboxt. Am grundsätzlichen Ziel, Klimaneutralität bis 2040, wird festgehalten. Nur an Konsequenzen, wenn das nicht klappt, hat man vorerst nicht gedacht.
Zahnloses Gesetz, teure Untätigkeit
Denn Sanktionen sieht das Gesetz keine vor – Umweltminister Norbert Totschnig hat das selbst schon eingeräumt. Kritik kommt von Klimaexpertin Katharina Rogenhofer: Sie fürchtet ein zahnloses Gesetz und fordert unabhängige Kontrolle aus der Wissenschaft. Dabei zeigen Dürre, Ernteausfälle und Hitzewellen bereits jetzt, was Untätigkeit kostet. Sowohl wirtschaftlich, etwa durch Ernteverluste und steigende Kosten für die Landwirtschaft, als auch gesundheitlich, wenn Hitzeperioden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Belastungen bei älteren und vulnerablen Menschen sorgen.
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