16.01.2006 11:43 |

Zittern um Olympia

Matt, Schönfelder und Pranger am Tiefpunkt

Ausgerechnet im Olympia-Winter sind die drei österreichischen Slalom-Asse Rainer Schönfelder, Manfred Pranger und Mario Matt in die Krise gerutscht. Nach dem Wengen-Slalom am Sonntag, in dem der Italiener Giorgio Rocca den fünften Sieg im fünften Saisonrennen feierte, sind die einstigen Siegläufer im Slalom-Weltcup nur unter ferner liefen auf den Rängen 17, 20 und 24 zu finden.

Langsam aber sicher wird es punkto Olympia eng, denn vor den Winterspielen stehen mit den Klassikern in Kitzbühel (22. Jänner) und Schladming (24. Jänner) nur noch zwei Torläufe auf dem Programm. Um den Kopf frei zu bekommen, hat das Team von Technikcoach Gert Ehn am Montag und Dienstag frei. "Denn trainiert haben sie genug, daran liegt es nicht. Das ist bei jedem einzelnen eine Kopfsache", weiß Ehn, das Olympia im Hinterkopf sitzt.

Wer kriegt den Kopf frei?
Am Mittwoch wird trainiert, am Donnerstag steht der traditionell top besetzte Vorbereitungs-Slalom in Westendorf nahe Kitzbühel auf dem Programm. Nun ist guter Rat auf jeden Fall teuer, das weiß auch Ehn. "Man kann nur hoffen, dass ihnen der Knopf aufgeht. Denn für alle drei ist es eine neue Situation."

Durchstarter Reinfried Herbst
Von der kollektiven Verunsicherung völlig unbeeindruckt zeigt sich Reinfried Herbst. Der 27-Jährige hat in allen fünf Saison-Rennen Weltcup-Punkte gesammelt, Rang sechs in Wengen war nun das bisherige Karriere-Highlight. Herbst ist bereits Siebenter im Slalom-Weltcup, besser ist aus ÖSV-Sicht nur Benjamin Raich (Fünfter) platziert. Aber auch der Pitztaler bekommt derzeit deutlich zu spüren, wie eng im Stangenwald Serientriumphe und Krisen zusammenliegen. "Ich war noch gar nicht richtig drin im Lauf, da war ich schon weg", betonte Raich, der als Halbzeitleader bereits beim dritten Tor des Wengen-Finales eingefädelt hatte.

Für den Gesamt-Weltcup-Leader ist dieser Einfädler aber kein Drama. "Ich werde auch diesen Ausfall wegstecken. Wichtig ist für mich das Wissen, dass ich schneller als alle anderen fahren kann. Ich muss es jetzt nur noch ins Ziel bringen." In Kitz wird Raich das volle Programm absolvieren.

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